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Wer kann Bayern stoppen? Fragen und Antworten zum Start der Frauen-Bundesliga

Die Frauen-Bundesliga startet am Freitagabend in die neue Saison.
Die Frauen-Bundesliga startet am Freitagabend in die neue Saison.ČTK / imago sportfotodienst / Oliver Baumgart

Am Freitagabend (18.20 Uhr/ZDF, DAZN und MagentaTV) eröffnen Union Berlin und Double-Gewinner Bayern München in der Alten Försterei die 37. Spielzeit der Frauen-Bundesliga. Der SID beantwortet die wichtigsten Fragen zur neuen Saison.

Was beschäftigt die Liga?

Baustellen gibt es viele, über allem aber steht die Ausgliederung der Frauen-Bundesliga (FBL) aus dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Ab der Saison 2027/2028 soll die Liga im Kampf um ihren Stellenwert unter eigener Führung "sichtbarer, innovativer und wachstumsfähiger" werden, wie FBL-Präsidentin Katharina Kiel versprach.

Die TV-Rechte werden im September ausgeschrieben, für Zündstoff sorgten zuletzt Planspiele mit Playoffs gegen die Monotonie im Titelkampf. Seit mittlerweile 14 Jahren hieß der Meister nämlich nur noch VfL Wolfsburg oder - wie zuletzt viermal in Serie - FC Bayern.

Sind die Bayern denn zu stoppen?

Wohl kaum. Die beeindruckende Konstanz der Double-Gewinnerinnen aus München spricht klar dagegen. Zuletzt wurde die Kluft zur Konkurrenz sogar größer, satte 16 Punkte lag der Branchenprimus am Ende der vergangenen Saison vor Vizemeister Wolfsburg. Der Supercup gegen Wolfsburg (3:0) wurde zu einer klaren Angelegenheit.

Unter dem spanischen Trainer José Barcala hat das Team fußballerisch den nächsten Schritt gemacht, die Verfolger haben zum Teil gravierende Umbrüche zu moderieren. Bayerns Investition in den Sportpark Unterhaching unterstreicht die langfristigen Ambitionen. "Wenn 2029 alles fertig ist, dann ist das eine Revolution im Frauenfußball", prophezeite Vereinspräsident Herbert Hainer jüngst.

Was ist neu?

Tradition ist verloren gegangen. Durch den Abstieg der Talentschmiede SGS Essen mischt aktuell kein reiner Frauenfußball-Klub mehr in der deutschen Eliteklasse mit. Der VfB Stuttgart und der FSV Mainz 05 sind als Aufsteiger neu in der 14er-Liga, für beide ist es die Premiere im Oberhaus.

Welche Transfers standen im Fokus?

Vor allem namhafte Abgänge: Wolfsburg-Ikone Alexandra Popp zog es zu ihrem Herzensklub Borussia Dortmund in die Regionalliga, unter anderem Georgia Stanway, Selina Cerci, Nicole Anyomi (nach England) und Elisa Senß (Real Madrid) verabschiedeten sich ins Ausland. Der 1. FC Köln lockte derweil die erfahrene Nationalspielerin Kathrin Hendrich (34) aus den USA zurück in die Bundesliga, ein echter Coup. Wolfsburg angelte sich DFB-Stürmerin Giovanna Hoffmann, die nach einem Kreuzbandriss im Herbst aber den Saisonstart verpasst.

Wer überträgt die Spiele?

Bei den Übertragungen bleibt letztmals alles wie gehabt. MagentaTV und DAZN übertragen auch in der kommenden Spielzeit alle 182 Partien live. Zudem haben ARD und ZDF das Recht auf zehn frei empfangbare Livespiele pro Saison erworben. Die Duelle am Montag sind im Free-TV bei Sport1 zu sehen.

Wie sind die Eckdaten?

Bis kurz vor Weihnachten wird die Hinrunde ausgespielt (18. bis 21. Dezember). Ab dem 15. Januar geht es nach der Winterpause weiter. Das Saisonfinale ist für den 23. Mai angesetzt, wenn alle Teams gleichzeitig im Einsatz sind. Der Bundesliga-Gipfel zwischen Bayern und Wolfsburg steht am 10. und 23. Spieltag an.