Vor seinem beeindruckenden Start ins neue Fußballjahr musste Lennart Karl bei den Verantwortlichen des FC Bayern erst einmal Abbitte leisten.
Dem 17-Jährigen sei nach seinem öffentlichen Flirt mit Real Madrid gleich bewusst gewesen, "dass das unglücklich war. Er hat sich am nächsten Tag entschuldigt, wir haben darüber gesprochen", sagte Sportvorstand Max Eberl nach dem 5:0 mit Doppelpacker Karl im Test bei RB Salzburg. Ein 17-Jähriger dürfe "auch mal Fehler machen", meinte Eberl.
Er habe die Situation ohnehin "völlig entspannt wahrgenommen" – wie auch Christoph Freund. Das, meinte der Münchner Sportdirektor bei ServusTV, "ist der Lenny. So spielt er auch Fußball! Er trägt sein Herz auf der Zunge. Der scheißt sich nichts, sagt man bei uns – auch auf dem Platz. Er redet wie ein 17-jähriger Bursche."
Fußball spielt Karl dagegen längst nicht mehr wie ein Teenager. Auch in Salzburg glänzte der Senkrechtstarter nach seiner Einwechslung zur Pause mit zwei Toren und einer Vorlage. Karl machte mit seiner ganzen Unbekümmertheit einfach da weiter, wo er vor der kurzen Winterpause aufgehört hatte.
Match-Center: Bayern München vs. VfL Wolfsburg
Vertragsverlängerung?
Da wundert es kaum, dass der deutsche Rekordmeister seinen Jungstar trotz (oder gerade wegen) dessen Liebesbekundung für Real langfristig binden will.
Laut "Sport Bild" würde sich der Vertrag von Karl an dessen 18. Geburtstag am 22. Februar ohnehin bis 2029 verlängern. Wunsch der Bayern wäre es demnach aber, dass der Offensivspieler vorzeitig bis 2031 unterschreibt – natürlich zu stark verbesserten Bezügen. Das Juwel soll dann statt geschätzten ein bis zwei Millionen Euro pro Jahr fünf bis sieben Millionen verdienen können, schreibt das Blatt.

Mit seinen starken Leistungen in den vergangenen Monaten – in denen Karl jeweils drei Treffer in 13 Ligaspielen und vier Champions-League-Partien erzielt hatte – hat sich der quirlige Linksfuß längst in den Fokus von Bundestrainer Julian Nagelsmann gespielt. Eine WM-Nominierung des Aufsteigers wäre Stand jetzt keine Überraschung mehr.
