Erster neuseeländischer Meister der A-League: Auckland FC holt Titel in Australien

Cameron Howieson (r.) jubelt über sein Tor im Finale der A-League.
Cameron Howieson (r.) jubelt über sein Tor im Finale der A-League.DJ MILLS / AFP

Der Auckland FC hat Fußballgeschichte geschrieben. Als erster neuseeländischer Verein überhaupt hat sich das Team am Samstag den Meistertitel in der australischen A-League gesichert. In einem intensiv geführten und von Taktik geprägten Grand Final bezwangen die Neuseeländer den Rekordmeister Sydney FC vor einer ausverkauften Kulisse im Mount Smart Stadium mit 1:0 (0:0).

Der Held des Nachmittags hieß Cameron Howieson. In der 60. Spielminute zog der Mittelfeldspieler per Volley ab. Sein Schuss wurde unglücklich abgefälscht, erwischte Sydneys Torhüter Harrison Devenish-Meares auf dem falschen Fuß und schlug zur vielumjubelten Führung im Netz ein. Für Howieson war es ausgerechnet in seinem 58. Einsatz für den Klub der allererste Treffer im Auckland-Trikot überhaupt.

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Die Partie entwickelte sich wie von Experten erwartet zu einem zähen Abnutzungskampf der beiden defensivstärksten Mannschaften der Liga. Von Beginn an dominierten die Abwehrreihen das Geschehen auf dem Rasen. Für Aufsehen sorgte vor allem Aucklands großgewachsener Angreifer Sam Cosgrove, der zu Beginn beider Spielhälften nach intensiver Zweikampfführung im Strafraum zu Boden ging. Schiedsrichter Alex King ließ sich von den theatralischen Einlagen des Stürmers jedoch nicht beirren und verweigerte den geforderten Elfmeterpfiff.

Coach Corica holt Titel Nummer drei

In der Schlussphase nahm das Spiel dramatische Züge an. Zunächst vergab Aucklands Jesse Randall die Riesenchance zur vorzeitigen Entscheidung, als er den Ball freistehend vor dem leeren Tor aus kurzer Distanz über die Querlatte drosch. Nur Augenblicke später, in der 83. Minute, bot sich Sydney die große Gelegenheit zum Ausgleich: Nach einer maßgenauen Flanke des englischen Flügelstürmers Joe Lolley stieg Kapitän Rhyan Grant zum Kopfball hoch, doch sein Versuch strich haarscharf über das Gehäuse.

Während Sydney FC nach dem dramatischen Halbfinal-Erfolg im Elfmeterschießen gegen die Newcastle Jets diesmal die späte Aufholjagd verwehrt blieb und der Traum vom sechsten A-League-Titel platzte, feierte Aucklands Cheftrainer Steve Corica einen ganz besonderen Triumph. Für Corica ist es bereits der dritte A-League-Titel als Coach – und das ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub, den er 2019 und 2020 zu aufeinanderfolgenden Meisterschaften geführt hatte. Corica verbindet eine lange Historie mit Sydney FC; bereits im ersten Grand Final der Liga-Geschichte im Jahr 2006 hatte er als Spieler das entscheidende Siegtor gegen die Central Coast Mariners erzielt.

Mit dem Titelgewinn reiht sich der neuseeländische Klub Auckland FC in einen exklusiven Kreis des Weltfußballs ein. Grenzüberschreitende Meistertitel sind eine absolute Seltenheit: Zu den bekanntesten Beispielen gehören die AS Monaco mit acht Meisterschaften in der französischen Ligue 1 sowie Derry City aus Nordirland, die zweimal die Liga der Republik Irland gewannen.

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