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Shopping-Wahn in der Premier League – England wieder im Milliardenrausch

Rogers schließt sich dem FC Chelsea an
Rogers schließt sich dem FC Chelsea an IMAGN IMAGES via Reuters/Sam Navarro

137 Millionen Euro für Morgan Rogers, fast genauso viel für Elliot Anderson: Die englische Premier League geht auf dem Transfermarkt mal wieder in die Vollen.

Morgan Rogers? Elliot Anderson? Deutschen Fußballfans dürften die Namen der neuen englischen Rekordtransfers nicht all zu geläufig sein – zumindest, wenn sie die abgelaufene WM nciht aufmerksam mitverfolgt haben.

Wieder einmal geben milliardenschweren Premier-League-Klubs fast so viel Geld wie alle anderen Top-Ligen zusammen aus – und die Bundesliga kann nur noch staunen.

Zuerst avancierte Anderson Anfang Juli mit seinem 135-Millionen-Euro-Wechsel von Nottingham Forest zu Manchester City zum teuersten Engländer der Ligageschichte.

Auch für Anderson musste tief in die Tasche gegriffen werden
Auch für Anderson musste tief in die Tasche gegriffen werdenREUTERS/Paul Childs

Am Dienstag löste ihn dann sein Nationalmannschaftskollege Morgan Rogers ab, für den der FC Chelsea stolze 137,30 Millionen Euro an Aston Villa zahlt.

Ausgabenrekord wackelt

Insgesamt steht die englische Eliteklasse über einen Monat vor Schluss des Transferfensters bereits bei Ausgaben von 1,55 Milliarden Euro.

Zum Vergleich: Die Bundesliga (434,65 Mio.), Italiens Serie A (589,40 Mio.), die Ligue 1 aus Frankreich (252,95 Mio.) und die spanische La Liga (307,10 Mio.) haben laut transfermarkt.de zusammen (!) bis dato nahezu genauso viel investiert.

Es ist nicht auszuschließen, dass die Premier League den im vergangenen Sommer aufgestellten Liga-Ausgabenrekord von 3,60 Milliarden Euro übetrumpft. Noch bis zum 31. August darf weiter fleißig gehandelt werden.

Brighton hat mehr ausgegeben als der FC Bayern

Diese Entwicklung ist natürlich keineswegs neu. Schon seit Jahren können englische Vereine aggressiver als ihre europäische Konkurrenz auf dem Transfermarkt zuschlagen, weil ihnen die TV-Verträge wesentlich mehr Geld in die Kassen spülen.

So hat ein Verein wie Brighton & Hove Albion – Europapokalstarter, aber keinesfalls Meisterkandidat – bereits 126,40 Millionen Euro für Zugänge aufgewendet und übertrifft damit den deutschen Spitzenreiter FC Bayern klar (103,45 Millionen Euro).

Auch Brighton-Manager Hürzeler darf sich austoben
Auch Brighton-Manager Hürzeler darf sich austobenNEWS IMAGES / NURPHOTO / NURPHOTO VIA AFP

Für Marokkos WM-Star Ismael Saibari (kam von der PSV Eindhoven) und Nationalspieler Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt) mussten die Bayern je 50 Millionen Euro locker machen – eine Summe, die in England schon zum guten Ton gehört.

Zahlreiche Millionen-Deals

Auch der bisherige Bundesliga-Rekordtransfer des Sommers, der Abgang der Schweizer WM-Entdeckung Johan Manzambi vom SC Freiburg zu Aston Villa, gilt mit 60 Millionen Euro für Insel-Verhältnisse dann doch eher als gewöhnliches Investment.

Manzambi ist Freiburgs neuer Rekord-Verkauf
Manzambi ist Freiburgs neuer Rekord-VerkaufIMAGN IMAGES via Reuters/Anne-Marie Sorvin

Derweil verpflichtete auch Newcastle United den ivorischen WM-Fahrer Bazoumana Touré von der TSG Hoffenheim für 50 Millionen Euro.

Tottenham Hotspur holte Luka Vuskovic von der Leihe beim Hamburger SV zurück, um ihn für 54 Millionen Euro nach Brighton zu verkaufen.

Vuskovic hat sein Preisschild durch eine starke Bundesliga-Saison nach oben getrieben
Vuskovic hat sein Preisschild durch eine starke Bundesliga-Saison nach oben getriebenLARS BARON / GETTY IMAGES EUROPE / GETTY IMAGES VIA AFP

Überhaupt agierte Tottenham nach dem Beinahe-Abstieg in der Vorsaison mit Ausgaben von 267 Millionen Euro bislang als der "Big Spender", um den Kader auf Vordermann zu bringen.

Mit den Verpflichtungen von Sandro Tonali (für 109 Mio. von Newcastle) und Mateus Fernandes (für 99 Mio. von West Ham United) belegen die Spurs bei den bisherigen Top-Transfers die Plätze drei und vier hinter Rogers und Anderson. 

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