Die Frage, wo der 1. FC Nürnberg gerade spielt, lässt sich ganz einfach beantworten: Immer noch in der 2. Liga.
Hin und wieder wird noch vom Aufstieg gesprochen. Immerhin wird der Club von einem Weltmeister trainiert. Allerdings ist Miroslav Klose in den letzten beiden Jahren nicht besonders erfolgreich gewesen.
Vertrag bis 2028 verlängert
Der nächste Kaderumbruch sorgt für ein dickes Fragezeichen. Im Vorjahr war der Saisonstart völlig misslungen, Klose war schwer angezählt.
Doch der 48-Jährige konnte die Mannschaft zwischenzeitlich stabilisieren. Als Belohnung folgte im Februar die Vertragsverlängerung, von Sportvorstand Joti Chatzialexiou gab es damals lobende Worte.
Klose genieße bei "Spielern, in der Vereinsführung und bei den Fans große Wertschätzung. Gemeinsam werden wir alles dafür tun, den Club weiter nach vorne zu bringen."

Kaderplanung
Der ehemalige Torjäger scheint vorerst eine Stammelf gefunden zu haben – auch wenn Chatzialexiou noch an Transfers arbeitet.
Der erhoffte Wechsel von Rajmund Toth vom ungarischen Klub Göyr ETO FC droht jedoch an der Ablöse zu scheitern, Klose plant vorerst ohne ihn.
Latent ist die Sorge, dass Mohamed Ali Zoma vor dem Transferschluss noch abspringt: Der Italiener trug in der vergangenen Saison 14 Tore und fünf Vorlagen zum am Ende soliden achten Tabellenplatz bei.

Teurer Umbau des Stadions geplant
Doch genügt das dem Traditionsverein? Wann wollen die Franken wieder um den Aufstieg mitkämpfen?
Die Sanierung des nach Vereinslegende Max Morlock benannten Stadions ist jedenfalls ein Hinweis auf große Ambitionen. Grob geschätzt liegen die Kosten irgendwo zwischen 260 und 280 Millionen Euro.
2029 soll der Baubeginn, 2031 die Fertigstellung erfordern. Dann wäre Platz für bis zu 50.000 Fans. In internationalen Spielen würden immerhin noch 40.000 Zuschauer in die Arena passen.
International? Ja, auch diese Option hat man beim FCN noch nicht abgeschrieben. Doch alles Schritt für Schritt.
