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Nürnberg und Cottbus starten perfekt in die 2. Bundesliga – Hattrick von Zoma

Aktualisiert
Ali Zoma hat gegen Dresden dreimal getroffen
Ali Zoma hat gegen Dresden dreimal getroffenHMB Media / Sipa USA / Profimedia

Der 1. FC Nürnberg hat einen perfekten Start in die neue Spielzeit der 2. Fußball-Bundesliga hingelegt. Dank Torjäger Mohamed Ali Zoma setzten sich die Franken im Heimspiel gegen Dresden mit 3:0 durch. Aufsteiger Energie Cottbus ist ebenfalls ein idealer Saisonstart gelungen. Zwischen dem Absteiger St. Pauli und Greuther Fürth gab es ein Unentschieden.

Nürnberg vs. Dresden 3:0 (2:0)

Der 1. FC Nürnberg hat seine Auftaktmisere in der 2. Bundesliga dank des überragenden Mohamed Alì Zoma beendet und die neue Saison mit dem erhofften Sieg eröffnet. 

Der in Europa begehrte Italiener sicherte dem Club mit einem Dreierpack beim 3:0 gegen Dynamo Dresden erstmals seit 2019 am ersten Spieltag drei Punkte.

Zoma (9., 45.+3) brachte die Mannschaft von Trainer Miroslav Klose schon in der ersten Halbzeit auf die Siegerstraße und erhöhte nach der Pause per Elfmeter-Nachschuss (75.). 

Statistiken Nürnberg vs. Dresden
Statistiken Nürnberg vs. DresdenFlashscore

Die Zukunft des 22-Jährigen, der in der vergangenen Saison mit 14 Toren und fünf Vorlagen bei mehreren Vereinen Begehrlichkeiten geweckt hat, ist weiterhin fraglich. Ein Abschied bis Ende des Transferfensters am 1. September wurde am Sonntag jedenfalls nicht unwahrscheinlicher.

Dresden – in der vergangenen Saison noch viertbeste Rückrundenmannschaft der gesamten 2. Liga – fehlte es offensiv derweil an Durchschlagskraft.

Zwar übernahm die Mannschaft von Trainer Thomas Stamm nach dem Traumstart des Clubs durch Zoma die Kontrolle, Nürnberg drehte kurz vor der Halbzeit aber nochmal auf – und erhöhte prompt.

Tabelle 2. Bundesliga nach Spieltag 1
Tabelle 2. Bundesliga nach Spieltag 1Flashscore

Stamm reagierte und nahm zur Halbzeit Zomas direkten Gegenspieler Jonas Sterner vom Feld. Der Club zog sich wieder etwas zurück, verteidigte aber souverän.

Dem für Sterner eingewechselten Simon Straudi unterlief auf der Gegenseite derweil ein Foul im Strafraum. Beim fälligen Elfmeter scheiterte Zoma zunächst noch an Dynamo-Keeper Tim Schreiber, beim Nachschuss blieb er aber cool.

Match-Center: 1. FC Nürnberg vs. Dynamo Dresden

Cottbus vs. Hannover 3:1 (1:1)

Energie Cottbus hat bei der lang ersehnten Rückkehr in die 2. Bundesliga einen hart erkämpften Sieg gefeiert. Im ersten Zweitliga-Match der Lausitzer seit 2014 kam die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz gegen Hannover 96 mit viel Einsatz und etwas Glück zu einem 3:1-Erfolg. 

Kapitän Tolcay Cigerci (14./71., Foulelfmeter) und Justin Butler (76.) trafen für den Aufsteiger. Maurice Neubauer (28.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich. 

"Wenn wir dieses Spiel ehrlich analysieren – und das machen wir hier immer –, dann ist dieses Ergebnis, wenn man die erste Halbzeit beziehungsweise die Zeit ab der 16. Minute betrachtet, eigentlich sehr überraschend", sagte Wollitz bei Sky: "Wir haben von der 16. bis zur 45. Minute nicht stattgefunden. Uns hat die Körperlichkeit gefehlt, sowohl mit als auch gegen den Ball. Wir haben noch sehr, sehr viel vor uns."

Statistiken Cottbus vs. Hannover
Statistiken Cottbus vs. HannoverFlashscore

Hannover startete mit Kontrolle in das Duell, das wegen technischer Probleme beim Schiedsrichter-Funk mit zehnminütiger Verspätung begonnen hatte. Energie setzte auf Umschaltmomente, wirkte im Ballbesitz jedoch nervös und agierte zu überhastet.

Das rächte sich fast: Der neue Torhüter Marcel Lotka – der ansonsten stark parierte – spielte den Ball in den Fuß des Gegners. Der überraschte Lars Gindorf scheiterte dann aber freistehend (10.).

Cigercis Freistoß lenkte Mustapha Bundu unhaltbar ab, der Treffer gab Energie aber kaum Sicherheit. Hannover drängte auf den Ausgleich und war mehrfach dicht dran. Kolja Oudenne verpasste die prompte Antwort (15.), 96-Kapitän Stefan Teitur Thordarson scheiterte knapp aus der Distanz (19.), einen Oudenne-Schlenzer lenkte Lotka an die Latte (24.). 

Alle Ergebnisse am 1. Spieltag
Alle Ergebnisse am 1. SpieltagFlashscore

Neubauer belohnte Hannover mit dem verdienten Ausgleich. Die Niedersachsen blieben auch danach brandgefährlich. Für Cottbus war das Halbzeit-Ergebnis schmeichelhaft.

Nach der Pause gestalte das Wollitz-Team das Spiel ausgeglichener. Hannover fehlte die Intensität der ersten Hälfte, war dem zweiten Treffer zunächst dennoch näher.

Die Tore gelangen dann aber den zuvor offensivschwachen Lausitzern. 96-Torhüter Pascal Loretz hatte Moritz Hannemann zu Fall gebracht. Cigerci nutzte seine Chance vom Elfmeterpunkt, Butler machte alles klar.

Zum Match-Center: Energie Cottbus vs. Hannover 96

St. Pauli vs. Fürth 1:1 (0:0)

Absteiger FC St. Pauli ist zum Saisonauftakt hart in der Zweitliga-Realität gelandet. Der Fußball-Klub aus Hamburg kam am ersten Spieltag trotz einer guten zweiten Hälfte zu Hause nicht über ein 1:1 gegen die SpVgg Greuther Fürth hinaus. Neu-Trainer Marcel Rapp verpasste bei seinem Pflichtspiel-Debüt damit den angepeilten Auftakt nach Maß.

Neuzugang Marcus Mathisen (46.) traf im ersten Spiel nach dem Abgang des langjährigen Kapitäns Jackson Irvine. Für Fürth war der auffällige Felix Klaus (52.) erfolgreich.

Statistiken St. Pauli vs. Fürth
Statistiken St. Pauli vs. FürthFlashscore

St. Pauli fehlte nach dem Umbruch im Sommer in der ersten Hälfte merklich die Abstimmung. Neben Irvine hatten weitere Leistungsträger wie Torhüter Nikola Vasilj, Hauke Wahl, Karol Mets und Andreas Hountondji die Mannschaft verlassen.

Der vom Gegner aus Fürth gekommene Offensiv-Allrounder Branimir Hrgota strahlte wenig Gefahr aus – und so war Fürth dank dem spielfreudigen, aber zunächst glücklosen Klaus die etwas bessere Mannschaft. Dass es torlos in die Pause ging, hatte St. Pauli dem starken Keeper Ben Voll zu verdanken.

In Hälfte zwei wurde es dann von Beginn an rasant. Erst traf Mathisen kurz nach Wiederanpfiff per Kopf - kurz darauf schlug Kapitän Klaus zurück. Seinen Schuss aus der Drehung fälschte Mathisen unhaltbar ab.

St. Pauli übernahm nun das Kommando und spielte ansehnlich nach vorne, ließ aber zahlreiche Chancen ungenutzt. In der Schlussphase ärgerte sich St. Pauli nach einem harten Einsteigen gegen Ricky-Jade Jones über einen nicht gegebenen Foulelfmeter.

Match-Center: FC St. Pauli vs. Greuther Fürth