Schröder kritisiert Modus der Basketball-WM: "Schwachsinn"

Dennis Schröder wünscht sich direkte Qualifikation für den Titelverteidiger
Dennis Schröder wünscht sich direkte Qualifikation für den TitelverteidigerHeikki Saukkomaa/Lehtikuva / Shutterstock Editorial / Profimedia

Dass der Weltmeister für die Titelverteidigung durch eine Qualifikation muss, kann Dennis Schröder absolut nicht nachvollziehen. "Schwachsinn in meinen Augen", sagte der Kapitän der deutschen Basketball-Nationalmannschaft am Dienstag in Berlin über den Modus: "Wir haben die Weltmeisterschaft gewonnen, da sollten wir eigentlich qualifiziert sein. Es ist wie es ist."

Am Freitag in Riga gegen Israel und am Montag in Bamberg gegen Zypern (beide 19.00 Uhr/MagentaTV) stehen die letzten beiden Spiele der ersten Qualifikationsrunde an. Die zweite Gruppenphase hat der Welt- und Europameister Deutschland schon erreicht. Schröder ist als einziger NBA-Profi dabei. "Jeden Tag mit dem Adler auf der Brust rumzulaufen, ist eine Ehre", sagte der Braunschweiger am Rande des Trainings in der Max-Schmeling-Halle.

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Dass andere nicht spielen, kann Schröder verstehen. "Jeder will seine Freizeit haben, und ich respektiere das natürlich. Franz (Wagner) kam gerade von einer Verletzung, Andi (Obst) hat gefühlt gerade vor zwei Tagen noch gespielt", sagte der 33-Jährige. "Ich will nur, dass die Leute sehen, dass ich ein Commitment abgegeben habe, dass ich für Deutschland stehe."

Die, die nicht da sind, hätten aber "in den letzten drei, vier Jahren mitgeholfen, dass wir überhaupt hier stehen dürfen".

Lob für Mumbrú

Schröders Einstellung findet Bundestrainer Àlex Mumbrú nicht selbstverständlich. "Es ist unglaublich, dass man einen Spieler wie Dennis hat, den man anruft und der sofort sagt: 'Ich bin im Team'", erzählte der Spanier und lobte seinen Anführer. "Mit Dennis ist es super einfach. Wenn das deutsche Nationalteam ruft, nimmt Dennis das Telefon und sagt: 'Ich bin dabei.' Immer. Das Commitment ist unglaublich."

Dass "wichtige Jungs" diesmal nicht da sind, habe Gründe: "Manche sind verletzt, manche haben keinen Vertrag. Einige sind supermüde, weil sie mehr als 80 Spiele gemacht haben."