96 von 104 gespielt: Fazit und Ankerpunkte vor dem WM-Viertelfinale

Frankreich um die Tostars Mbappé (m.) und Olise gelten nach wie vor als Topfavorit
Frankreich um die Tostars Mbappé (m.) und Olise gelten nach wie vor als TopfavoritReuters/Vincent Carchietta

Von den 104 Spielen der WM in den USA, Mexiko und Kanada sind 96 gespielt. Vor den vier Viertelfinals ein kurzer Überblick: Was ist bereits geschehen - was könnte noch kommen?

DAS VIERTELFINALE

In der Runde der letzten acht Mannschaften stehen sechs aus Europa (16 Teilnehmer). Aus Afrika (10) ist nur Marokko, WM-Vierter von 2022, noch dabei.

Dazu verbleibt Titelverteidiger Argentinien als einziges Team aus Südamerika (6). Nicht mehr vertreten sind dagegen Asien (9), Nord- und Mittelamerika (6 inklusive der drei Gastgeber Kanada, Mexiko und USA) und Ozeanien (1).

DIE FAVORITEN

Der Houdini-Aktionen von Argentinien und Lionel Messi zum Trotz: Frankreich hat bisher den besten Eindruck hinterlassen, die Offensivkraft ist beängstigend. Und: Spanien ist noch immer ohne Gegentreffer.

Messi war gegen Marokko einmal mehr einsame Spitze
Messi war gegen Marokko einmal mehr einsame SpitzeREUTERS/Marco Bello

Aber nur einer von beiden kann ins Finale kommen - beide Mannschaften träfen bereits im Halbfinale aufeinander. Aber Messitinien scheint irgendwie zu allem fähig, das zeigte nicht zuletzt das späte 3:2 nach 0:2 gegen Ägypten.

DIE WUNDERTÜTEN

Norwegen rudert sich derart überzeugend durch die WM, dass es nicht mehr überraschen würde, besiegten sie auch Thomas Tuchels Engländer (Samstag, 23.00 Uhr MESZ).

Marokko muss gegen Frankreich (Donnerstag, 22.00 Uhr MESZ) ohne den verletzten Neu-Münchner Ismael Saibari auskommen - aber schon in Katar 2022 hatten sie in einem denkwürdigen Halbfinale die Franzosen trotz eines 0:2 maximal geärgert. Und wie die Abwehr von Les Bleus hält, wenn sie unter Druck Gerät, ist noch unbewiesen.

DIE AUSSENSEITER

Die Schweiz und Belgien haben das Turnier schwach begonnen - aber sich gesteigert. Die Schweizer haben Granit Xhaka, die Belgier nun ein paar jüngere Spieler, die zunehmend den Ton angeben.

Ob das für die Schweiz gegen Argentinien (Sonntag, 3.00 Uhr MESZ) und für Belgien gegen Spanien (Freitag, 21.00 Uhr MESZ) reicht - Tendenz: nein.

DIE JOKER

In den 96 bisherigen Spielen wurden 52 Treffer von eingewechselten Spielern erzielt. Mit seinem Treffer zum 4:1 gegen die USA wurde Romelu Lukaku der erste Spieler, der als "Joker" in vier WM-Spielen traf.

DIE LETZTE MINUTE

31 Treffer wurden in der 90. Minute oder danach erzielt. Von diesen 31 Treffern führten 10 auch zum Sieg. Etwa jener von Enzo Fernandez zum 3:2 für Argentinien gegen Ägypten in der zweiten Minute der Nachspielzeit.

DIE VERLÄNGERUNG

Von den 24 Spielen in der ersten K.o.-Runde und im Achtelfinale waren 18 nach 90 Minuten (plus Nachspielzeit) entschieden, nur sechs gingen in die Verlängerung. Viermal kam es zum Elfmeterschießen.

DIE ELFMETER

Bislang entschieden die Schiedsrichter 19 Mal auf Strafstoß - nur 14 wurden verwandelt. Zwei Strafstöße hielt Mostafa Shobei (Ägypten), zwei Fehlschüsse leistete sich Lionel Messi (Argentinien, gegen Österreich am Tor vorbei und gegen Ägypten gehalten von Shobei).

Je einen Strafstoß vergaben Bruno Guimarães (Brasilien, gehalten von Örjan Nyland/Norwegen), Mehdi Taremi (Iran, gehalten von Shobei) und Jörgen Strand Larsen (Norwegen, gehalten von Mike Maignan/Frankreich)

FIFA WM 2026

Die FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird vom 11. Juni und 19. Juli ausgetragen. Bei Flashscore findest du alle Infos zur Endrunde in in den USA, Kanada und Mexiko. 

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Die WM-Trophäe
Die WM-TrophäeEyepix/ABACA / Abaca Press / Profimedia

DIE TORE

Frankreich und Argentinien erzielten bislang die meisten Tore (je 14). Gefolgt von Belgien (13), das am häufigsten versuchte, aufs Tor zu schießen (107 Mal). Die Kolumbianer kamen auf 94 Versuche, zweitbester Wert - aber nur fünf waren erfolgreich.

Die meisten Gegentore der acht Viertelfinalisten kassierte bisher (inklusive des abgeschenkten 1:4 gegen Frankreich) der Ruderklub aus Norwegen (9).

DIE TORHÜTER

Der Schlussmann mit den meisten Paraden war bisher der Paraguayer Orlando Gill (28), Eloy Room aus Curacao verhinderte so gesehen 21 Tore.

DER SKANDAL

Nicht auszudenken, was nun los wäre, hätten die USA das Viertelfinale erreicht - und dann vielleicht noch durch ein Tor des nach Intervention von US-Präsident Donald Trump von einer Roten Karte entsperrten, bedauernswerten Folarin Balogun.

DIE PARTY

Gut, alle drei Gastgeber raus, na und? Dass die Stadien nun nicht mehr voll sind, ist kaum zu erwarten. Auch nicht, dass keine Stimmung mehr herrscht. Vielleicht werden ja die Ticketpreise sinken?