An der Größe kann es schon mal nicht liegen. Mit 1,91 Metern strahlt Patrik Schick eine enorme Strafraumpräsenz aus, in der Luft spielt er seine Kopfballstärke aus. Mit seinen Fähigkeiten soll er Tschechien erstmals seit 1990 bei einer WM in die K.o.-Runde führen. Doch weil der Leverkusener bislang völlig abgeschnitten ist vom Spiel seiner Mannschaft, droht die Mission frühzeitig zu scheitern.
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"Brauchen die drei Punkte"
Bereits vor dem zweiten Gruppenspiel in Atlanta gegen Südafrika am Donnerstag (18.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) steht die Auswahl von Trainer Miroslav Koubek mächtig unter Druck. Nach der 1:2-Auftaktniederlage gegen Südkorea "müssen wir gewinnen", stellte Koubek klar, "wir brauchen die drei Punkte." Was Tschechien auch braucht: die Torjägerqualitäten von Patrik Schick, der in der vergangenen Saison mit 16 Treffern für Bayer Leverkusen zum viertbesten Torschützen der Bundesliga avancierte. Doch damit diese zum Tragen kommen, ist das gesamte Team gefordert.
Gegen Südkorea war Schick nach 63 Minuten ausgewechselt worden. Sein Arbeitsnachweis: elf Ballkontakte, null Torschüsse. Indiskutabel für den 30-Jährigen, der sich sein WM-Debüt ganz anders vorgestellt hatte. "Patrik war nicht wirklich sichtbar", räumte selbst Coach Koubek ein.
Doch zur Wahrheit gehört eben auch: Gefährliche Abschlusssituationen kreierten Schicks Mitspieler für den Topstürmer quasi gar nicht. "Ich glaube nicht, dass Patrik etwas anders macht", sagte Co-Trainer Jan Rezek der tschechischen Tageszeitung Sport, "wenn wir uns seine Spiele in der Bundesliga ansehen, ist er immer wieder in der Lage, viele Tore zu schießen. Wir bringen ihn im Moment nur nicht in die Positionen, in denen er stark ist."
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Probleme gegen Außenseiter
Überhaupt verzeichnete Tschechien gegen Südkorea nur sieben Torschüsse, der Gegner hatte mehr als doppelt so viele. "Wir müssen etwas effektiver in der Offensive sein, genauer passen im Spielaufbau und mehr Kreativität in den letzten 30 Metern vor dem gegnerischen Tor entwickeln", forderte deshalb auch Koubek. Gegen Südafrika, das im Eröffnungsspiel dem Co-Gastgeber Mexiko 0:2 unterlag, sind die Osteuropäer klar favorisiert.
Allerdings tat sich die Auswahl schon in der Qualifikation enorm schwer, verlor gegen den Fußball-Zwerg Färöer und schaffte es erst durch zwei Siege im Elfmeterschießen in den Play-offs erstmals seit 2006 zum Weltturnier. In Deutschland war damals bereits in der Vorrunde Schluss. Damit sich das nicht wiederholt, müssen Schick und seine Kameraden schleunigst zueinanderfinden.
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