Grund für Undavs Zweifel war auch eine Aussage des damaligen Bundestrainers Julian Nagelsmann unmittelbar nach dem Aus im Sechzehntelfinale. "Da stehen wir zu viert alleine vor dem Tor", sagte Nagelsmann damals über eine Szene in der fünften Minute, "da müssen wir nur querspielen, dann schieben wir den Ball ins leere Tor. Da chippt der Deniz den irgendwie auf den zweiten Pfosten. Das ist eine ganz einfache Aktion, da war ja nicht viel dahinter."
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Super-Joker will die Situation "einfach verdrängen"
Nach dieser Aussage habe er gedacht: "Wir hatten danach doch noch 115 Spielminuten Zeit, es kann doch nicht nur an der einen Aktion gelegen haben", berichtete Undav jetzt: "Aber der Gedanke kommt zurück: War es wirklich deine Schuld?" Noch einmal gemeldet habe sich Nagelsmann nicht bei ihm, sagte der 30-Jährige. "Aber das braucht er auch nicht."
Undav würde das WM-Aus am liebsten "einfach verdrängen". Dabei war er als Super-Joker mit drei Toren und zwei Vorlagen einer der wenigen Lichtblicke im DFB-Team. Erst gegen Paraguay stand der 13-malige Nationalspieler (neun Tore) wie vielfach gefordert in der Startelf, spielte aber schwach und wurde nach einer guten Stunde ausgewechselt.
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