Vor dem Sechzehntelfinale der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft gegen Spanien gibt sich ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel vorsichtig optimistisch. Zwar sei der Europameister am Donnerstag in Los Angeles klarer Favorit, dennoch sieht der 58-Jährige Chancen für das Nationalteam.
„Es wäre eine Riesenüberraschung im Weltfußball, wenn uns das gelingen würde“, sagte Schöttel gegenüber dem ORF. Im Gegensatz zur 0:2-Niederlage gegen Argentinien erwartet er jedoch ein anderes Spiel.
„Die Spanier gehen nicht so entschlossen in Zweikämpfe wie Argentinien. Sie definieren sich sehr über das Spiel mit dem Ball. Wenn wir unsere Stärken, die uns die letzten Jahre ausgezeichnet haben, wieder mit Klarheit, Konsequenz und mannschaftlicher Geschlossenheit auf den Platz bringen, dann bin ich überzeugt, dass wir auch Spanien gefährden können.“
„Die Mannschaft kann noch mehr“
Schöttel sieht beim ÖFB-Team noch Luft nach oben. „Die Mannschaft hat noch nicht die hundertprozentige Leistung abgerufen, die sie kann. Wir hoffen, dass es am Donnerstag so weit ist.“
Zum Matchcenter: Spanien - Österreich
Dafür müsse Österreich seine Torchancen konsequent nutzen. „Ich gehe davon aus, dass es nicht unendlich viele geben wird.“ Gleichzeitig werde es wichtig sein, den Ball phasenweise länger in den eigenen Reihen zu halten.
Der Last-Minute-Ausgleich gegen Algerien habe enorme Erleichterung gebracht. „Es sind richtig, richtig, richtige Felsbrocken, die uns da runtergefallen sind. Wir haben gewusst, dass erwartet wird, dass wir das Sechzehntelfinale erreichen.“
Spanien bleibt einer der Favoriten
Trotz einer bislang wenig spektakulären Gruppenphase mit einem 0:0 gegen Kap Verde, einem 4:0 gegen Saudi-Arabien und einem 1:0 gegen Uruguay zählt Schöttel Spanien weiterhin zu den heißesten Titelanwärtern.
„Das ist eine Mannschaft mit großartigen Spielern, die sehr gerne den Ball hat, kreativ ist und gegen die wir einen Toptag erwischen müssen, um eine realistische Chance zu haben.“
Besonders hob der ÖFB-Sportdirektor den erst 18-jährigen Lamine Yamal hervor: „Er sticht schon hervor mit seiner ganzen Aura, die er jetzt schon hat. Er ist einer, den man sich ununterbrochen anschauen möchte, weil er 1:1-Situationen sucht, so viel Spaß am Spiel hat und den Fußball bereichert.“
