Laura Siegemund sei zu den French Open gekommen, "um Tennis zu spielen und keine Modenschau zu machen. Wenn andere das machen wollen, dann ist das für mich okay", sagte die 38-Jährige.
Doch auch bei "solchen Auftritten" müsse "auf jede Sekunde geschaut" werden: "Das ist das Einzige, was die Regeln betrifft, was ich nicht okay finde", fügte die deutsche Nummer eins an.
Es würden "größere Namen anders behandelt werden", stellte Siegemund fest: "Wenn ich so lange bräuchte oder so ein Outfit an hätte und hier nochmal ein Päuschen und da nochmal ein Päuschen brauche, dann würde der Schiedsrichter eine Time Violation (Spielverzögerung, Anm. d. Red.) aussprechen."
Bei Naomi Osaka sei hingegen "nichts gesagt" worden: "Das ist das Einzige, was mich interessiert. Ob da jemand mit der Schleppe kommt oder nicht, ist mir relativ wurst", sagte Siegemund nach der 3:6, 6:7 (3:7)-Niederlage.
Modebewusster Auftritt
Die viermalige Grand-Slam-Siegerin Osaka (Japan) hatte schon vor dem ersten Aufschlag für Aufsehen gesorgt. Die ehemalige Weltranglistenerste ging in einem schwarzen, bodenlangen Glitzerkleid auf den Court Suzanne-Lenglen, das sie für die Partie ablegte. Im Match trug die 28-Jährige dann ein bronzefarbenes Glitzer-Outfit.

Im Januar hatte sie schon bei den Australian Open für einen Hingucker gesorgt, als sie mit weißem Schirm, Hut und Schleier die Rod Laver Arena betreten hatte.
Match-Center: Siegemund vs. Osaka
