Die Partie begann für Anastasia Potapova alles andere als ideal. Gleich zu Beginn musste sie ihr Service abgeben und lag rasch 0:2 zurück. Zwar gelang ihr sofort das Rebreak, doch der erste Satz blieb von zahlreichen Aufschlagverlusten auf beiden Seiten geprägt. Beim Stand von 5:5 nutzte Katie Boulter schließlich ihre Chance und sicherte sich den Durchgang mit 7:5.
Im zweiten Satz zeigte Potapova jedoch ihre mentale Stärke. Sie übernahm früh die Initiative, ging durch ein Break mit 1:0 in Führung und stabilisierte vor allem ihren Aufschlag. Während Boulter weiterhin Probleme bei eigenem Service hatte, brachte Potapova den Vorsprung souverän ins Ziel und glich nach 1:31 Stunden zum 1:1 nach Sätzen aus.
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Der Entscheidungssatz verlief dann deutlich zugunsten der Österreicherin. Mit einem frühen Break setzte sie sich rasch ab und kontrollierte das Geschehen. Boulter fand keine Antwort mehr auf das druckvolle Spiel ihrer Gegnerin und musste beim Stand von 1:4 ein weiteres Break hinnehmen. Potapova ließ im gesamten dritten Satz keinen einzigen Breakball zu und verwertete nach etwas mehr als zwei Stunden ihren dritten Matchball.
Duell mit Coco Gauff wartet
Besonders auffällig waren ihre starken Aufschlagwerte: Mit fünf Assen gegenüber nur einem ihrer Gegnerin und deutlich weniger Doppelfehlern verschaffte sie sich in den entscheidenden Momenten Vorteile.
Im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale wartet nun allerdings eine der größten Herausforderungen im Damenbewerb. Potapova trifft auf die als Nummer vier gesetzte US-Amerikanerin Coco Gauff, die sich gegen Mayar Sherif mit 6:3, 6:2 durchsetzte. Gauff zählt zu den Topfavoritinnen des Turniers und wird für Potapova ein echter Gradmesser sein.

Grabhers Probleme mit der Hitze
Weniger erfreulich verlief der Tag für Julia Grabher. Die Vorarlbergerin hatte gegen die Weltranglistensechste Amanda Anisimova bei großer Hitze mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Nach einem einseitigen ersten Satz, den Anisimova mit 6:0 gewann, ließ sich Grabher medizinisch behandeln. Nach der Untersuchung von Puls und Blutdruck entschied sie sich aus gesundheitlichen Gründen zur Aufgabe.
Zum Matchcenter: Amanda Anisimova - Julia Grabher
Damit ruhen die österreichischen Hoffnungen in Paris nun ausschließlich auf Potapova, die mit dem Erreichen der dritten Runde ihre starke Sandplatzsaison eindrucksvoll bestätigt hat. Seit dem Finale in Linz sowie den tiefen Runs in Madrid und Rom gehört die 25-Jährige zu den formstärksten Spielerinnen auf der Tour.
