Der Publikumsliebling, der im kommenden September 40 Jahre alt wird, verabschiedete sich am Montag mit einer hochemotionalen Geste von den French Open. Zuvor war er in der ersten Runde seinem Landsmann Hugo Gaston nach einem umkämpften Match mit 6:2, 6:3, 3:6, 2:6, 6:0 unterlegen. Unter anhaltenden Standing Ovations verließ Monfils den Court – eine Würdigung für eine Profikarriere, die sich bereits über zwei Jahrzehnte erstreckt.
Um seinen Körper für die Zeit nach dem Leistungssport zu schonen, plant Monfils, seine aktive Laufbahn am Ende dieser Saison zu beenden. Doch bis dahin hat er klare Ziele.
"Warum ich unbedingt noch einmal in die USA will? Weil ich spielen möchte, bis ich 40 bin. Mein großer Wunsch ist es, als aktiver Athlet die 40-Jahre-Marke zu erreichen", erklärte Monfils. "Genau wie Stan (Wawrinka), LeBron, Cristiano, (Patrice) Evra – all diese Sportler haben gezeigt, dass man bis zum 40. Lebensjahr weitermachen kann. Das ist mein Ziel. Ihr wisst, dass ich mich unabhängig von den Ergebnissen dieses Sommers voll und ganz auf das Training fokussiere."
Wimbledon als nächstes Ziel für Monfils
Die ehemalige Nummer sechs der Weltrangliste, die einige ihrer größten Erfolge auf der roten Asche feierte, räumte allerdings ein, dass dieser physisch fordernde Belag in den letzten Jahren immer beschwerlicher geworden ist. Für die Hartplatz-Saison im Spätsommer setzt er nun auf die Unterstützung der Turniere. Neben fest eingeplanten Auftritten in Wimbledon und Montréal hofft Monfils insbesondere auf eine Wildcard für Flushing Meadows.
"Hoffentlich klappt es mit Wimbledon. Danach müssen wir entscheiden, ob wir nach Washington reisen oder nicht", so der Franzose. "Ich denke, wir werden in Montréal für eine Wildcard anfragen und hoffen, dass es klappt. Ich möchte mich dort unbedingt verabschieden. Natürlich werde ich auch den französischen Verband um eine Wildcard für die US Open bitten und hoffe, ich bekomme sie. Die Asien-Tournee ist ehrlich gesagt noch etwas unklar. Sicher ist aber, dass ich am Jahresende beim neuen Turnier in Lyon spielen werde. Mein Manager Nicolas wünscht sich zudem einen Start in Wien, bevor dann hoffentlich der große Abschied in Paris folgt."
Der 13-fache ATP-Turniersieger blickt auf eine glanzvolle Karriere zurück: Neben dem Erreichen des Halbfinals bei den French Open 2008 war er in den Jahren 2010 und 2014 eine tragende Säule des französischen Davis-Cup-Teams.
