Die Geburtstagsparty fällt aus: Zverev braucht nach München 'ne Pause

Die Geburtstagsparty fällt aus: Zverev braucht 'ne Pause
Die Geburtstagsparty fällt aus: Zverev braucht 'ne PauseČTK / imago sportfotodienst / Philippe Ruiz

Alexander Zverev scheitert auch beim ATP-Turnier in München im Halbfinale. Danach stellt er seinen Turnierplan in Frage.

Alexander Zverev stand leicht angesäuert auf der Terrasse des altehrwürdigen Clubhauses beim MTTC Iphitos und überlegte, was er in den kommenden Tagen tun sollte. Einen Besuch beim Spiel des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart am Sonntag schloss er nicht aus, "mal schau'n", sagte er. Auf eine Feier zu seinem 29. Geburtstag am Montag aber werde er verzichten, kündigte der Hamburger an: "Die Party lass ich jetzt mal ausfallen, ich glaube, ich muss mich jetzt mal regenerieren."

Keine Garantie für Rom & Hamburg

Tatsächlich hat Zverev nun ein bisschen Pause bis zu seinem ersten Match beim Masters in Madrid (ab Mittwoch), "sechs Tage", rechnete er vor. Das seien "so viele, wie seit Monaten nicht" - allerdings ist es auch einer mehr als geplant, denn: Nach einem Schlaggewitter von Flavio Cobolli aus Italien war für den chancenlosen Titelverteidiger (3:6, 3:6) schon im Halbfinale des ATP-Turniers in München Schluss. Seine Erklärung dafür war einfach. "Meine Beine waren nicht mehr da, ich habe sehr viel Tennis gespielt glücklicherweise in den letzten Wochen". Viel gespielt heißt: oft gewonnen.

Zum Match-Center: Alexander Zverev vs. Flavio Cobolli

Viel spielen bedeutet aber auch: viel Energie verbrauchen. Deshalb kämen ihm die freien Tage auch durchaus gelegen, betonte Zverev. Und deshalb wollte er aber auch nicht garantieren, ob er vor den French Open in Paris (ab 18. Mai) nach dem Turnier in Madrid auch beim Masters in Rom und in Hamburg antreten wird. Jannik Sinner und Carlos Alcaraz jedenfalls "machen es schon schlau", bekannte Zverev, "dass sie nicht jede Woche spielen, auch wenn es Masters-Turniere sind, auch wenn es vielleicht Turniere zu Hause sind."

"Zehn bis zwanzig Prozent" haben gefehlt

Die Intention ist offensichtlich. "Hauptziel ist es", betonte Zverev wenig überraschend, bei den French Open in Paris "das beste Tennis zu zeigen, und da muss ich natürlich auch meinen Spielplan schlau gestalten." Mit seiner Form sei er grundsätzlich zufrieden, versicherte der Weltranglistendritte, "ich finde, dass ich auch hier", also in München, "gutes Tennis gezeigt habe." Bis zum Halbfinale zumindest. Gegen den ungemein treffsicheren Cobolli habe ihm jedenfalls die Kraft gefehlt, "zehn bis zwanzig Prozent" sei er "zu langsam" gewesen.

Vorerst bleibt Zverev damit in diesem Jahr unvollendet. Zwar ist kein Spieler seit Beginn des Jahres so oft so weit gekommen wie er. Das Halbfinale in München war sein fünftes in dieser Saison. Zur Wahrheit gehört allerdings auch: Über die Runde der letzten vier ist der Hamburger dabei nie hinausgekommen. Einmal, bei den Australian Open, unterlag er Alcaraz, danach bei drei Masters in Serie Sinner. Und nun eben beim Versuch, zum vierten Mal das Halbfinale in München und danach auch zum vierten Mal das Turnier zu gewinnen.

Erst mal will Zverev nun die freien Tage "sinnvoll nutzen". In Madrid, sagte er vor dem Abgang von der Terrasse des Clubhauses, werde er "hoffentlich wieder etwas frischer sein".