Nach Krimi gegen O'Sullivan: Higgins muss Rückstand hinterherlaufen

John Higgins
John HigginsČTK / imago sportfotodienst / IMAGO

John Higgins muss nach seinem 13:12-Sieg über Ronnie O'Sullivan im Viertelfinale gegen Neil Robertson nach der ersten Session einen 3:5-Rückstand hinnehmen. Auf dem Nebentisch beenden Wu Yize und Hossein Vafei nach einem Auf und Ab bei beiden Akteuren die erste Session letztlich mit 4:4.

Neil Robertson entscheidet die erste Session gegen John Higgins mit 5:3 für sich. Higgins wird enttäuscht sein, hatte er doch mehrere Möglichkeiten, um sich selbst einen Vorsprung zu erspielen. Letztlich gewann Robertson aber häufiger die umkämpften Frames.

Dabei erwischte Higgins den besseren Start ins Match: Mit einem 61er Break sicherte er sich den ersten Frame ohne Große Gegenwehr. Auch im zweiten Durchgang führte er nach 54 Punkten in Serie eigentlich komfortabel, ließ dann aber für Robertson infolge einer verschossenen Roten die Tür offen - Robertson nutzte die Chance und glich mit einer 77 aus.

Der dritte Frame wurde auf die Farben entschieden, Higgins schien bereits auf dem Weg zum Ausgleich, ehe die letzte Pinke im Tascheneinlauf liegen blieb. Robertson nahm das Geschenk an und ging in Führung.

Zum Match-Center: Higgins vs. Robertson

John Higgins lässt zwei enge Frames liegen

Ein Break von 56 Punkten brachte Higgins wieder heran, doch die Nummer drei der Welt ging mit einem 70er Break erneut in Führung, ehe eine kuriose Unterbrechung den Spielbetrieb aufhielt.

Higgins dominierte den sechste Frame und hätte auch den siebten für sich entscheiden können, vergab jedoch bei 62 Punkten eine schwierige letzte Rote. Beim Stand von 46:62 verlor er das anschließende Safety-Duell - Robertson räumte in der Folge zum 4:3 ab.

Der letzte Frame des Tages war dann ein Marathon-Frame, letztlich reichten Robertson nach 55 Minuten im Endspiel auf die Farben Braun, um den Durchgang zum 5:3 zu sichern. 

Wu Yize und Hossein Vafaei auf Augenhöhe

Auf dem anderen Tisch gehen die beiden Überraschungs-Viertelfinalisten Wu Yize und Hossein Vafaei, die Mark Selby bzw. Judd Trump im Achtelfinale knapp schlugen, mit einem 4:4 aus der Session.

Die beiden ersten Frames waren umkämpft, zu Beginn war beiden Spielern die Nervosität noch anzumerken. In einem von Fehlern geprägten Auftaktframe setzte sich Vafaei durch, nachdem Wu ein Foul im Endspiel auf die Farben bei Grün unterlief und der Iraner mit einer Clearence bis Pink den Tisch abräumte. Gleiches Bild auch im zweiten Durchgang, dieses Mal aber mit dem besseren Ende für Wu. Der Shooting Star drehte den Frame spät, eine Clearence von Grün bis Schwarz brachte ihm den Frame mit der finalen Kugel.

Zum Match-Center: Wu vs. Vafaei

Wu Yize verspielt Führung

Im weiteren Verlauf des Matches häuften sich dann aber die spielerischen Highlights. Vafaei ging mit einer 66 erneut in Führung, Wu konterte vor der Pause aber mit einem 90er Break zum erneuten Ausgleich.

Nach dem Midsession Intervall gelangen dem Chinesen dann zwei 56er Breaks, die jeweils Frame-entscheidend waren. Im siebten Frame hatte Wu sogar die Chance auf 5:2 zu stellen, doch nach 29 Punkten gab er das Zepter an Vafaei ab, der mit einem 71er Break verkürzen konnte. Auch der finale Durchgang hätte an Wu gehen können, doch mit einer kleinen Führung im Rücken riskierte der 22-Jährige letztlich zu viel und ließ so die Tür für den Iraner offen, der die Chance am Schopf packte und zum 4:4 ausglich.