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Revanche missglückt: DVV-Frauen unterliegen Türkei im EM-Viertelfinale

Aktualisiert
Deutschland verpasst die schnelle Revanche und das EM-Halbfinale gegen die Türkei
Deutschland verpasst die schnelle Revanche und das EM-Halbfinale gegen die TürkeiFoto von ESRA BILGIN / ANADOLU / ANADOLU VIA AFP

Das erste Halbfinale bei Europameisterschaften seit 2013 haben die deutschen Volleyballerinnen trotz guter Leistung verpasst.

Deutschlands Volleyballerinen lagen sich nach dem enttäuschenden Aus bei den Europameisterschaften einige Sekunden lang fest in den Armen, die erhoffte Sensation war bei der Revanche gegen Mitfavorit Türkei ausgeblieben. Den ersten Einzug in die Runde der besten Vier auf der europäischen Bühne seit 13 Jahren verpasste die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) trotz eines erbitterten Kampfes.

"Natürlich ist die Enttäuschung groß, der Traum vom Halbfinale war da. Wir haben alle daran geglaubt", sagte Co-Kapitänin Lina Alsmeier, "nichtsdestotrotz können wir auch viel Positives aus dem Turnier mitnehmen. Wir hatten viele Ups und Downs". Auch gegen die Türkei habe sich das Team "jedes Mal rankämpfen und den Gegner in die Crunch Time bringen" können.

Schnelle Revanche missglückt

Das schnelle Wiedersehen endete nach 122 Minuten in Istanbul mit 1:3 (18:25, 25:22, 18:25, 22:25), bereits in der Gruppenphase war das Team von Bundestrainer Giulio Bregoli dem Weltranglisten-Dritten mit 1:3 unterlegen gewesen. Vor allem Starspielerin Melissa Vargas (26 Punkte) konnte das DVV-Team um seine Topscorerin Lina Alsmeier (13 Punkte) nicht in den Griff bekommen.

"Den Hexenkessel kennen wir jetzt schon", hatte Co-Kapitänin Alsmeier vor der Revanche gewarnt, "die Stimmung ist auf jeden Fall überragend." Acht Tage zuvor hatte die deutsche Auswahl nicht nur einen erbitterten Kampf gegen die Spielerinnen auf der anderen Seite des Netzes, sondern auch gegen das leidenschaftliche türkische Publikum geliefert - und die lautstarken Fans teils zum Verstummen gebracht.

Hallo nur im zweiten Durchgang erstummen lassen

Und doch schienen die vollen Ränge des Sinan Erdem Dome, der Platz für über 16.000 Zuschauer bietet, das DVV-Aufgebot nachhaltig zu beeindrucken. Den wackeligen Beginn des Teams nutzte so vor allem Vargas aus, gegen deren krachenden Aufschläge mit über 106 Kilometern pro Stunde kaum eine Lösung gefunden wurde.

Trotzdem ließ sich die Bregoli-Mannschaft nicht entmutigen und startete Durchgang zwei mit viel Schwung. So wackelten plötzlich die Gegnerinnen - und in der lauten Halle wurde es ziemlich leise. Den zwischenzeitlichen Sechs-Punkte-Vorsprung brachte das deutsche Team um die starke Diagonalangreiferin Lena Kindermann schließlich unter großem Jubel ins Ziel.

Im dritten Satz wendete sich das Blatt dann allerdings erneut. Mit dem Rücken zur Wand kämpften die deutschen Volleyballerinnen erbittert gegen das Aus, am Ende setzte sich die Klasse des Gastgebers jedoch durch.

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