Potapova erneut zur Aufgabe gezwungen – Misolic peilt Comeback im August an

Anastasia Potapova
Anastasia PotapovaRené Nijhuis / Alamy / Profimedia

Für Anastasia Potapova setzt sich die gesundheitliche Pechsträhne fort. Die Weltranglisten-26. musste in Berlin erneut aufgeben. Filip Misolic macht hingegen Fortschritte auf dem Weg zurück auf die Tour und arbeitet mittlerweile mit einem neuen Trainer.

Für Anastasia Potapova ist das WTA500-Turnier in Berlin bereits nach wenigen Minuten beendet. Die 25-Jährige musste ihr Erstrundenmatch gegen Jekaterina Alexandrowa beim Stand von 1:6 aufgeben und setzte damit ihre gesundheitlich schwierigen Wochen fort.

Bereits in der Vorwoche hatte Potapova beim Rasenturnier in Hertogenbosch wegen einer Erkrankung frühzeitig aufgeben müssen. In Berlin deuteten sich erneut körperliche Probleme an. Beim Stand von 1:4 ließ sich die aktuelle Nummer 26 der Weltrangliste in einer medizinischen Auszeit im Rücken- und Nackenbereich behandeln.

Zum Matchcenter: Ekaterina Alexandrova - Anastasia Potapova

Die Maßnahmen brachten jedoch keine entscheidende Verbesserung. Nach einem klar verlorenen ersten Satz beendete die French-Open-Achtelfinalistin die Partie nach nur 29 Minuten vorzeitig.

Für Potapova kommt der neuerliche Rückschlag zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Nach einer starken Sandplatzsaison mit dem Halbfinaleinzug beim WTA-1000-Turnier in Madrid und dem Achtelfinale bei den French Open wollte sie auf Rasen an ihre guten Leistungen anknüpfen.

Misolic macht Fortschritte nach schwerer Verletzung

Positivere Nachrichten gibt es von Filip Misolic. Der Steirer arbeitet weiterhin intensiv an seinem Comeback, nachdem ihn eine schwere Fußverletzung seit Februar außer Gefecht gesetzt hat. Misolic hatte beim ATP-Challenger in Lille eine Ruptur der Plantarfaszie in der rechten Fußsohle erlitten und seitdem kein Turnier mehr bestritten. Der frühere österreichische Top-100-Spieler befindet sich derzeit in Zagreb im Aufbauprogramm.

Nach Informationen aus seinem Umfeld verläuft die Rehabilitation planmäßig. Der 23-Jährige kann inzwischen wieder aus der Bewegung heraus trainieren und Schläge unter Wettkampfbedingungen simulieren. Für Turniereinsätze reicht es allerdings noch nicht.

Ein Comeback vor August gilt aktuell als unwahrscheinlich. Damit dürften auch die Chancen auf einen Start beim traditionellen Sandplatzturnier in Generali Open Kitzbühel ab dem 20. Juli sehr gering sein.

Neuer Trainer soll Rückkehr begleiten

Während seiner Verletzungspause hat Misolic zudem eine wichtige personelle Veränderung vorgenommen. Künftig wird der Kroate Luka Kutanjac den Österreicher betreuen. Kutanjac bringt reichlich Erfahrung auf höchstem Niveau mit und arbeitete in der Vergangenheit unter anderem mit dem ehemaligen Top-Ten-Spieler Tomáš Berdych zusammen.

Für Misolic steht nun weiterhin die vollständige Genesung im Vordergrund. Positiv ist dabei vor allem, dass er derzeit schmerzfrei trainieren kann – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück auf die ATP-Tour.