Präsident Kurt Gollowitzer würdigte Wagners Arbeit und hob insbesondere dessen Beitrag zur Weiterentwicklung der sportlichen Ausrichtung hervor. Mit seiner Bestellung habe man bewusst den Fokus auf die Förderung junger Talente verstärkt und wichtige Grundlagen für die Zukunft geschaffen.
„Wir bedauern die Entscheidung von Michi Wagner sehr, da er die Austria sowohl fachlich als auch menschlich bereichert hat“, erklärte Gollowitzer. Gleichzeitig verwies er darauf, dass bereits zahlreiche positive Impulse gesetzt worden seien und der Verein den eingeschlagenen Weg weiterhin konsequent verfolgen werde.
Kontinuität soll gesichert sein
Sportvorstand Tomas Zorn sieht die sportliche Organisation trotz des überraschenden Abgangs gut aufgestellt. In den vergangenen Monaten seien innerhalb der sportlichen Führung klare Verantwortlichkeiten geschaffen worden.
Künftig werden Wagners bisherige Agenden innerhalb der bestehenden Struktur aufgeteilt. Robert Urbanek verantwortet weiterhin den Übergangsbereich von der Akademie über die Young Violets bis hin zur Kampfmannschaft, während Manuel Takacs die Leitung der Akademie innehat.
„Unser Fokus bleibt unverändert: Wir werden den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen und weiterhin gezielt auf die Förderung und Entwicklung junger Talente setzen“, betonte Zorn.
Geänderte Rahmenbedingungen als Auslöser
Wagner selbst blickte in seinem Statement auf die vergangenen Monate zurück und verwies darauf, dass die Austria in kurzer Zeit wichtige Weichenstellungen vornehmen konnte. Als Beispiele nannte er den Transfer von Ifeanyi Ndukwe zu Liverpool sowie die vorzeitigen Vertragsverlängerungen von Sanel Šaljić und Vasilije Marković.
„Als ich im November gefragt wurde, ob ich die Austria in einer schwierigen Phase unterstützen kann, habe ich diese Aufgabe gerne übernommen“, erklärte Wagner. Gemeinsam mit der sportlichen Führung seien wichtige Strukturen geschaffen und entscheidende Schritte für die Zukunft gesetzt worden.
Die Gründe für seinen Rückzug deutete der 44-Jährige lediglich an. „Da sich die Rahmenbedingungen seit meiner Bestellung zum Sportdirektor geändert haben, habe ich mich dazu entschlossen, meine Tätigkeit als Sportdirektor zu beenden“, sagte Wagner.
Abschied ohne Bruch
Trotz seines Rücktritts betonte Wagner, dass seine Verbindung zur Austria bestehen bleibt. „Ich werde der Austria weiterhin eng verbunden bleiben und wünsche dem Klub alles Gute auf seinem weiteren Weg.“
Damit endet seine Zeit als Sportdirektor bereits nach wenigen Monaten. Die von ihm mitangestoßene Ausrichtung mit klarem Fokus auf die Entwicklung eigener Talente soll bei den Violetten jedoch unverändert fortgeführt werden.
