"Längst überfällig": Vierschanzentournee der Frauen ab kommendem Winter

Katharina Schmid und ihre Konkurrentinnen werden ab dem Winter bei der Vierschanzentournee an den Start gehen.
Katharina Schmid und ihre Konkurrentinnen werden ab dem Winter bei der Vierschanzentournee an den Start gehen.GEORG HOCHMUTH / APA / AFP

Im kommenden Winter bekommen die Skispringerinnen erstmals eine eigene Vierschanzentournee. Dies bestätigte die Skisprungkommission des Weltverbands FIS im slowenischen Portoroz nun auch offiziell, bereits in der vergangenen Saison waren die Grundlagen für dieses Novum bei der seit 1953 ausgetragenen Veranstaltung gelegt worden.

Die ehemalige DSV-Skispringerin Katharina Schmid sprach in der Mitteilung von einem "längst überfälligen Schritt", FIS-Präsident Johan Eliasch erkannte einen "wahren Meilenstein in der Geschichte des Skispringens und des Wintersports insgesamt".

Flutlichtanlage gibt den Ausschlag

Die Wettbewerbe der Frauen sollen nun jeweils einen Tag vor den Springen der Männer stattfinden. Die Vierschanzentournee rund um den Jahreswechsel umfasst die deutschen Schanzen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen sowie die österreichischen in Innsbruck und Bischofshofen.

Möglich wird die Anpassung durch den Bau einer Flutlichtanlage an der Bergisel-Schanze in Innsbruck, der im Januar beschlossen wurde. Ohne künstliches Licht wären Männer- und Frauen-Wettbewerbe in kurzer Zeit kaum zu bewältigen.

Die Tournee findet im kommenden Winter zum 75. Mal statt, zur Premiere der Frauen kommt es nun am 28. Dezember in Oberstdorf. Am 5. Januar endet die Frauen-Tournee in Bischofshofen. Bislang traten die Frauen in den vergangenen drei Saisons bei der sogenannten Two Nights Tour an, die lediglich die beiden deutschen Tournee-Stopps umfasste.