Für Weltmeister Marc Márquez war die Absage ein Dämpfer. Der Spanier (Ducati) hätte am Sonntag die Chance gehabt, seine WM-Führung gegenüber seinem Landsmann Jorge Martín (Aprilia) auszubauen. Martín hatte bei einem Sturz im Sprint-Rennen am Samstag eine Fraktur im Unterarm erlitten und wäre für den Grand Prix ausgefallen. Márquez hatte den Sprint gewonnen und Martín von der Spitze der Gesamtwertung verdrängt.
Bei noch vier ausstehenden Rennen hat Márquez nun zehn Punkte Vorsprung. Ob Martín bereits in der kommenden Woche in Malaysia wieder an den Start gehen kann, bleibt fraglich. Sein Team erklärte in einer Stellungnahme, der Bruch sei nicht so schlimm wie zunächst angenommen, er müsse nicht zur Operation in seine Heimat zurückkehren.
Für die Strecke auf Phillip Island war die Absage derweil ein umrühmliches Ende. Ab der kommenden Saison findet das Autralien-Rennen nach fast drei Jahrzehnten nicht mehr auf der Insel vor Melbourne statt, sondern auf einem Stadtkurs in Adelaide.
