Österreichs U19-Frauen greifen gegen die Schweiz nach dem Halbfinale

Anna Osl muss das Spiel gegen die Schweiz aufgrund einer Verletzung von der Tribüne aus verfolgen.
Anna Osl muss das Spiel gegen die Schweiz aufgrund einer Verletzung von der Tribüne aus verfolgen.ČTK / imago sportfotodienst / Alfio Marino

Nach dem überzeugenden 3:0-Auftaktsieg gegen Island stehen Österreichs U19-Frauen bei der Europameisterschaft vor dem nächsten Schlüsselspiel. Mit einem Erfolg gegen die Schweiz wäre der historische Halbfinaleinzug bereits vorzeitig perfekt.

Das U19 Frauen-Nationalteam steht bei der Europameisterschaft in Bosnien und Herzegowina vor dem zweiten Gruppenspiel. Nach dem 3:0-Erfolg gegen Island trifft die Mannschaft von Teamchef Markus Hackl am Mittwoch (14:00 Uhr, live auf ORF Sport+) in Sarajevo auf die Schweiz.

Mit einem weiteren Sieg könnte Österreich bereits vorzeitig den Einzug ins Halbfinale fixieren. Durch das 2:2 der Schweizerinnen gegen Titelverteidiger Spanien geht die ÖFB-Auswahl zudem als Tabellenführer in den zweiten Spieltag. Nach dem Auftakt in Zenica wird nun im rund 16.000 Zuschauer fassenden Stadion Grbavica in Sarajevo gespielt – unweit des österreichischen Teamquartiers.

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Ein Duell auf Augenhöhe

Teamchef Markus Hackl rechnet mit einer anspruchsvollen Aufgabe: „Die Schweiz ist ein richtig guter Gegner. Sie haben eine spielstarke Mannschaft und sind offensiv gut besetzt. Wenn man gegen Spanien ein Remis holt, spricht das für sich. Wir wollen wieder auf unsere Stärken bauen, hoch pressen und versuchen, die Bälle früh zu erobern.

Personell muss Österreich allerdings einen Rückschlag verkraften. Verteidigerin Anna Osl zog sich beim Auftaktsieg gegen Island eine schwere Knieverletzung zu und wird dem Team auf unbestimmte Zeit fehlen.

„Der Ausfall tut uns natürlich sehr weh. Sie hat in der Qualifikation einen wesentlichen Beitrag geleistet. Es ist in erster Linie für sie, aber auch für uns sehr bitter, dass sie nicht mehr mitwirken kann. Sie ist ein wichtiger Teil unseres Teams und wir werden versuchen, den Ausfall bestmöglich zu kompensieren“, erklärte Hackl.

 

 

Team will für Osl spielen

Dass Osl trotz ihrer Verletzung beim Team bleibt, sorgt innerhalb der Mannschaft für zusätzliche Motivation.

„Anna ist einfach eine super Spielerin und war mit ein Grund, dass wir überhaupt hier sein können. Umso cooler ist es, dass sie bei uns bleibt und uns jetzt als Fan unterstützt. Die Motivation ist noch einmal größer, morgen auch für sie zu spielen“, sagte Sophie Hoke.

Auch Maja Keckeis blickt selbstbewusst auf die Partie: „Wir haben uns auf jeden Fall vorgenommen, den Halbfinaleinzug zu schaffen. Es wird wieder ein intensives und hitziges Spiel mit vielen Zweikämpfen. Deshalb gilt es, von Beginn an da zu sein, aber auch Spaß zu haben und zu zeigen, was wir können.

Ronja Leidler, die gegen Island zum zwischenzeitlichen 2:0 getroffen hatte, ergänzt: „Die Motivation ist sehr groß. Wir wollen auf jeden Fall die drei Punkte holen und uns so den vorzeitigen Halbfinaleinzug sichern. Wir wissen aber, dass die Schweiz eine richtig gute Nation ist.

Zum Abschluss der Gruppenphase wartet am Samstag Titelverteidiger Spanien.