Messi bleibt Argentiniens größte Hoffnung
Wenn Argentinien auf dem Platz steht, führt kein Weg an Lionel Messi vorbei. Der Superstar ist der zentrale Faktor im Offensivspiel der Albiceleste und war an zwölf der bislang 19 WM-Tore seiner Mannschaft direkt beteiligt.
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Messi erzielte acht Treffer selbst und bereitete vier weitere vor. Im Finale hat der 39-Jährige zudem die Chance, sich den Goldenen Schuh als bester Torschütze des Turniers zu sichern. Aktuell liegt er mit acht Toren gemeinsam mit Kylian Mbappé an der Spitze.

Rodri als Spaniens Taktgeber
Spaniens wichtigster Spieler ist nicht der spektakuläre Dribbler oder der auffällige Torjäger, sondern der zentrale Mittelfeldspieler Rodri. Der Kapitän von La Roja übernimmt eine ähnliche Schlüsselrolle wie Messi bei Argentinien, allerdings mit völlig anderen Stärken.

Rodri gewinnt Bälle, kontrolliert das Tempo und gibt Spaniens Spiel Struktur. Trainer Luis de la Fuente bezeichnete seinen Mittelfeldchef als das "Rückgrat" der Mannschaft. Mit seiner Ruhe und Spielintelligenz verhindert Rodri zahlreiche gegnerische Angriffe und leitet gleichzeitig die Offensive ein.
Trainerduell zwischen Meister und Schüler
Auch an der Seitenlinie treffen zwei Erfolgstrainer aufeinander. Argentiniens Lionel Scaloni und Spaniens Luis de la Fuente verbindet eine besondere Geschichte: Als Scaloni seine UEFA-Pro-Lizenz absolvierte, gehörte de la Fuente zu seinen Ausbildern.
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Seit seinem Amtsantritt 2018 hat Scaloni mit Argentinien nahezu alles gewonnen. Nach der Copa América 2021 folgte der WM-Titel 2022, anschließend erneut der Triumph bei der Copa América. De la Fuente steht seinem Gegenüber allerdings kaum nach. Von seinen ersten 48 Spielen als spanischer Nationaltrainer verlor er lediglich zwei. Bei seinem bislang einzigen großen Turnier führte er Spanien 2024 zum Europameistertitel.
Erfahrung und Nervenstärke im Finale
Ein WM-Finale ist für jeden Spieler eine besondere Belastungsprobe. Milliarden Zuschauer verfolgen die Partie, und ein Sieg kann eine ganze Karriere prägen. Argentinien hat in dieser Hinsicht einen kleinen Vorteil. 17 der 26 Spieler im Kader standen bereits 2022 im WM-Endspiel und bewiesen damals auch im Elfmeterschießen ihre Nervenstärke.
Doch auch Spanien bringt große Turniererfahrung mit. 16 Spieler des Kaders gewannen vor zwei Jahren die Europameisterschaft und wissen, wie man unter maximalem Druck erfolgreich bleibt.
Defensive Stabilität gegen Offensivpower
Eine alte Fußballweisheit besagt: "Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive gewinnt Meisterschaften." Im WM-Finale könnte genau dieser Gegensatz entscheidend werden. Spanien überzeugt bislang vor allem durch seine defensive Geschlossenheit. La Roja kassierte im gesamten Turnierverlauf erst ein Gegentor. Im Viertelfinale ließ die Mannschaft um Abwehrtalent Pau Cubarsí Frankreichs Offensive um Kylian Mbappé kaum zur Entfaltung kommen.
Argentinien setzt dagegen auf seine enorme Offensivkraft. Die Albiceleste erzielte bereits 19 Tore und stellt damit den besten Angriff des Turniers. Spanien kommt auf 17 Treffer – ein Hinweis darauf, dass beide Teams auch offensiv über außergewöhnliche Qualität verfügen.
