Auf dem Weg zu dem dringend benötigten Geld gaben die Katalanen zunächst selbst Anleihen in Höhe von 105 Millionen Euro aus. Innerhalb von nur zwei Stunden fand sich laut Vereinsmitteilung eine "ausgewählte Gruppe von US-Investoren", die die Anleihen zu den genannten Konditionen abnahm – darunter Versicherungen, Investmentfonds und Pensionskassen. Das Angebot war demnach mit mehr als 200 Prozent überzeichnet.
Riskantes Leihmodell
Für das Manöver feierte sich der Klub aus Katalonien in der Mitteilung. "Der Erfolg dieser Transaktion stärkt das Vertrauen der internationalen Märkte in die Tragfähigkeit des Projekts des FC Barcelona sowie in die Fähigkeit des Vereins, seine Finanz- und Wachstumsstrategie umzusetzen."
In der Vergangenheit musste Barca auf dem Weg zu teuren Transfers immer wieder frisches Geld auf Pump beschaffen. Erst kürzlich hatte Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß gestichelt, dass Barcelona "ja gar kein Geld" habe - als Antwort auf Spekulationen, die Katalanen könnten sich um Bayern-Stürmer Harry Kane bemühen.
Transfer-Offensive: Kommt Álvarez?
Ganz unrecht hatte Hoeneß damit nicht: Beim Jahresabschlussbericht der Saison 2024/25 belief sich Barcas Gesamtverschuldung auf stolze 469 Millionen Euro. Immerhin konnte der Verein die Gesamtschulden verringern.
Trotz der weiterhin hohen Verbindlichkeiten hat der Meister große Transfer-Ambitionen: Für rund 80 Millionen Euro wurde für die kommende Saison bereits der englische Nationalspieler Anthony Gordon von Newcastle United verpflichtet, den auch Hoeneß' Bayern gerne gehabt hätten.
Auch Argentiniens Nationalspieler Julián Álvarez hat es den Verantwortlichen um Klubpräsident Joan Laporta angetan. Zuletzt war von einer Ablösesumme im Bereich von 130 bis 150 Millionen Euro die Rede.
