Keine 24 Stunden nach der Ankunft in den USA hat das österreichische Nationalteam erstmals auf dem Trainingsplatz des WM-Basecamps gearbeitet. Im Harder Stadium in Santa Barbara stand eine lockere Einheit auf dem Programm, die gleichzeitig als öffentliches Training durchgeführt wurde.
Rund 3.000 Zuschauer nutzten die Gelegenheit, um die ÖFB-Auswahl aus nächster Nähe zu erleben. Besonders viele Kinder säumten die Tribünen und erfüllten sich nach der Einheit den Wunsch nach Selfies und Autogrammen ihrer Idole.
Die Begeisterung rund um die erste österreichische WM-Teilnahme seit 1998 war deutlich spürbar. „Die Begeisterung der Leute ist überragend“, freute sich Sportdirektor Peter Schöttel im ORF-Interview.
Auch die Bedingungen vor Ort lassen kaum Wünsche offen. Das Harder Stadium, das Platz für rund 17.000 Zuschauer bietet, präsentierte sich in hervorragendem Zustand. „Das ist wie ein Golfplatz“, schwärmte Schöttel über die Qualität des Rasens.
Belastungssteuerung für einige Leistungsträger
Nicht alle Teamspieler standen bei der ersten Einheit auf dem Platz. David Alaba, Xaver Schlager und Patrick Wimmer absolvierten aus Gründen der Belastungssteuerung kein Mannschaftstraining.
Grund zur Sorge besteht laut ÖFB allerdings nicht. Das Trio soll in den kommenden Tagen schrittweise an die Belastungen herangeführt werden, während die Mannschaft die Akklimatisierung in Kalifornien weiter vorantreibt.
Auch personell dürfte sich im Kader vorerst nichts mehr ändern. Nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Christoph Baumgartner umfasst das Aufgebot aktuell 25 Spieler. Zwar wäre noch ein Platz frei, eine Nachnominierung ist laut Schöttel derzeit aber nicht geplant. „Die Trainer haben sich im Moment entschieden, nicht nachzunominieren, aber es bleibt noch Zeit“, erklärte der Sportdirektor.
Besonderer Gruß aus der Heimat für die Spieler
Für einen emotionalen Moment sorgte eine Aktion des ÖFB rund um die Ankunft im Basecamp. Wie Geschäftsführer Bernhard Neuhold verriet, fanden die Spieler in ihren Zimmern Trikots ihrer ersten Vereine vor. Die Geste sollte den Teamspielern noch einmal bewusst machen, welchen Weg sie bis zur Weltmeisterschaft zurückgelegt haben.
