Paukenschlag in der italienischen Serie A: Gennaro Gattuso steht unmittelbar vor dem Amtsantritt als neuer Cheftrainer von Lazio Rom. Wie Transfer-Experte Matteo Moretto exklusiv vermeldet, ist der Deal zwischen den Biancocelesti und dem 48-jährigen Fußballlehrer bereits komplett besiegelt. Letzte Formalitäten werden demnach zeitnah erledigt, die Unterschriften unter den neuen Verträgen stehen kurz bevor.
Die Verhandlungen nahmen in den vergangenen Tagen rasant an Fahrt auf. Nachdem Lazio erste Kontakte zu Gattuso geknüpft hatte, signalisierte der Weltmeister von 2006 schnell große Bereitschaft für das Projekt. Für Gattuso bedeutet das Engagement die ersehnte Rückkehr ins italienische Oberhaus, nachdem er nach seinen Stationen beim AC Mailand und der neapolitanischen SSC im Ausland bei Valencia, Olympique Marseille und Hajduk Split tätig war und zuletzt ein unglückliches Intermezzo als italienischer Nationaltrainer erlebte.
Klubpräsident Claudio Lotito gilt seit jeher als großer Bewunderer von Gattusos ausgeprägtem Charakter und feurigem Temperament. Bereits im Herbst 2019 stand das Duo vor einer Zusammenarbeit: Als Lazio zur Halbzeit gegen Atalanta Bergamo mit 0:3 im Hintertreffen lag, kontaktierte Lotito den damals freien Gattuso telefonisch, um ihm den Posten von Simone Inzaghi anzubieten.
Gattuso befand sich bereits im Auto auf der Autobahn Richtung Rom, als ihn ein zweiter Anruf des Präsidenten stoppte – ein sensationeller Hattrick von Ciro Immobile im zweiten Durchgang hatte das Spiel noch gedreht und Inzaghi vorerst den Job gerettet. Nun, rund sieben Jahre später, finden beide Seiten endgültig zusammen.
Das römische Trainerkarussell
Obwohl das Casting für die Sarri-Nachfolge laut Medienberichten in den vergangenen Tagen mit Namen wie Raffaele Palladino, Virginio Pisacane und Sérgio Conceição besetzt war, genoss Gattuso intern höchste Priorität. Der zwischenzeitlich ebenfalls gehandelte Kosta Runjaic war zuletzt ohnehin aus dem Fokus der Römer gerückt.
Bevor die offizielle Bekanntgabe der Gattuso-Verpflichtung erfolgen kann, muss die Vereinsführung von Lazio Rom jedoch eine fundamentale Formalität klären. Der bisherige Cheftrainer Maurizio Sarri besitzt in Rom noch ein gültiges Arbeitspapier bis zum Jahr 2027. Obwohl die Trennung intern als beschlossene Sache gilt, steht ein formelles, persönliches Treffen zwischen Sarri und Präsident Lotito aus, um die vertraglichen Details sowie eine entsprechende Abfindung zu regeln und den Weg für die neue Ära unter Gennaro Gattuso offiziell freizumachen.
