Zwischen Sachsenliga und Europapokal: Lok Leipzig will zurück ins (Fast)-Profigeschäft

Lokomotive Leipzig will in die 3. Liga - die Fans wollen ihr Team nach vorne treiben.
Lokomotive Leipzig will in die 3. Liga - die Fans wollen ihr Team nach vorne treiben.ČTK / imago sportfotodienst / Picture Point / Roger Petzsche

Als VfB Leipzig feierte der deutsche Traditionsklub drei Meistertitel und war Stammgast im DFB-Pokal. Nach der Wende gab es für die Leipziger jedoch immer weniger zu lachen. Finanzielle Probleme zwangen den einstigen Spitzenklub schlussendlich bis in die Insolvenz. Doch dank Hilfe der Fans hielt sich der DDR-Riese am Leben, kam als 1. FC Lokomotive Leipzig zurück und schnappt nach einem Tief in der Sachsenliga wieder nach Luft im deutschen (Fast)-Profi-Geschäft.

Dafür gilt es aber in den Hin- und Rückspielen gegen die Würzburger Kickers einen guten Auftritt hinzulegen. Die Franken profitierten vom Verzicht der 2. Mannschaft des 1. FC Nürnberg und haben nur so den Sprung in dieses richtungsweisende Aufstiegsspiel bewältigen können. Leipzig will nach Jahren des Frusts endlich den letzten Schritt machen und erstmalig in die 3. Liga aufsteigen. Ende der 90er begann bei "Locksche" der Verfall, die finanziellen Probleme nach der Eingliederung in die Bundesliga nahmen ihren Lauf und es folgte ein tiefer Fall bis in die Sachsenliga.

Match-Center: 1. FC Lokomotive Leipzig vs. Würzburger Kickers

Dem Rivalen auf den Fersen

Nun bauen die Hoffnungen auf Top-Scorer und Ex-Braunschweiger Ayodele Adetula, der in der laufenden Saison 17-Mal knipsen konnte und Sandhausen-Leihgabe Stefan Maderer, der 14-Mal knipsen konnte. Nun will man auf dem 5:2-Sieg am letzten Spieltag der Saison aufbauen, um auch gegen Würzburg vor heimischer Kulisse eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel zu schaffen.

Die Franken kommen jedoch mit vier Siegen in Folge im Gepäck in keiner schlechten Form ins Bruno-Plache-Stadion. Es wird also ein offener Schlagabtausch erwartet, der bei einem positiven Ende für die Leipziger für ausgelassene Stimmung in der Stadt sorgen könnte - man wäre eine Liga näher an RB Leipzig, die mit ihrer Vereinsstruktur das absolute Gegenteil des DDR-Kolosses darstellen.