"Es fällt eine Riesenlast ab. Das ist unbeschreiblich. Ich bin überglücklich und unglaublich stolz. Das war eine tolle Leistung", sagte Fürths Routinier Felix Klaus bei Sky freudestrahlend.
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RWE-Trainer Uwe Koschinat war dagegen geknickt. "Es ist ärgerlich. Wir hatten viele Möglichkeiten, in die Verlängerung zu kommen. Wir haben unser Herz auf dem Platz gelassen und können stolz sein, auch wenn wir uns im Moment dafür nichts kaufen können", sagte er bei Sat.1. Der Meister von 1955 war zuletzt 2006/2007 zweitklassig gewesen.

Nach dem Spiel lagen die Nerven zunächst jedoch blank. Es kam zu einem Handgemenge. Auch die Fürther Fans zeigten trotz des umjubelten Klassenerhalts offen ihre Unzufriedenheit über eine weitgehend verkorkste Saison. "Auf dem Platz und in den Gremien: Versager raus – Neuanfang jetzt", stand auf einem riesigen Banner. Natürlich sei "einiges falsch gelaufen", räumte Klaus ein, "aber das ist jetzt der falsche Zeitpunkt, um darüber zu reden".
Zweitliga-Torschützenkönig Noel Futkeu brachte das Kleeblatt im Ronhof vor 15.000 Zuschauern in Führung (29.). Routinier Branimir Hrgota erzielte in seinem letzten Spiel für Fürth das 2:0 (47.).
Fürth, das die "ewige" Zweitligatabelle souverän anführt, vermied so den ersten Abstieg in die Drittklassigkeit seit 1997. Münster und Düsseldorf sind damit die beiden einzigen Absteiger aus der 2. Liga. Osnabrück und Cottbus steigen auf.
Erst Futkeu, dann Hrgota
"Wir werden All-In gehen", kündigte Fürths Trainer Heiko Vogel an. Futkeu versprach ein "Feuerwerk". Doch davon war zunächst nichts zu sehen. Die SpVgg tat sich schwer und hatte Glück, dass Torwart Silas Prüfrock einen Rückstand verhinderte.
Fast aus dem Nichts fiel deshalb die Führung der Gastgeber, als Futkeu aus dem Gewühl heraus traf. Für den Angreifer, der im Sommer zu Eintracht Frankfurt wechselt, war es bereits der 20. Saisontreffer. In der Folge kam der Zweitligist auf und verdiente sich seine Pausenführung.
Nach dem Wechsel erwischte das Kleeblatt, das sich erst im letzten Saisonspiel durch ein 3:0 gegen Düsseldorf in die Relegation gerettet hatte, einen Blitzstart. Kurz danach verpassten die Franken die Entscheidung und mussten so noch mächtig zittern. RWE warf alles nach vorne, Torben Müsel vergab nach einem Pfostentreffer per Kopf die Riesenchance auf das 1:2 (81.).
