Österreichische Torhüter-Legende Alexander Manninger tödlich verunglückt

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Ex-Goalie Alexander Manninger tödlich verunglückt
Ex-Goalie Alexander Manninger tödlich verunglücktČTK / imago sportfotodienst / DiZ-PiX

Bei einem schweren Unfall in Salzburg ist am Donnerstag der ehemalige österreichische Fußball-Torwart Alexander Manninger ums Leben gekommen. Während seiner aktiven Karriere spielte der 33-fache Teamspieler unter anderem für Vereine in England, Italien und Deutschland. Manninger wurde nur 48 Jahre alt.

Seine Laufbahn begann Alexander Manninger bei Austria Salzburg. 1997 wechselte er als erster Österreicher überhaupt in Premier League – er unterschrieb einen Vertrag beim englischen Traditionsverein FC Arsenal, in insgesamt 39 Pflichtspielen hütete er den Kasten der Londoner. 1997/98 holte er mit den Gunners das nationale Double aus Meisterschaft und FA Cup. 

Die folgenden Jahre verbrachte Manninger vorwiegend in der Serie A. In Italiens höchster Spielklasse kam er auf insgesamt 137 Einsätze, seine erfolgreichste Zeit verbrachte er bei AC Siena und Juventus Turin. Bei den Bianconeri machte er sich einen Namen als ausgezeichnter Stellvertreter von Gianluigi Buffon, fünfmal stand er auch in der Champions League für Juve auf dem Platz.

Nach seiner Zeit in Turin wechselte der gebürtige Salzburger in die deutsche Bundesliga zum FC Augsburg, ehe er seine Karriere beim FC Liverpool ausklingen ließ.

Alex Manninger im Dress von Arsenal
Alex Manninger im Dress von ArsenalMary Evans/Allstar/Michael Mayhe / Mary Evans Picture Library / Profimedia

ÖFB spricht "höchsten Respekt" aus

Für die österreichische Nationalmannschaft bestritt Manninger 33 Länderspiele. Auch für die Heim-EM 2008 wurde er nominiert, der Stammplatz gehört allerdings seinem Kontrahenten Jürgen Macho.

"Alexander Manninger war auf und neben dem Platz ein herausragender Botschafter des österreichischen Fußballs. Mit seiner internationalen Karriere hat er Maßstäbe gesetzt und viele junge Torhüter inspiriert und geprägt", wird ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel in einer Mitteilung zitiert: "Seine Leistungen verdienen höchsten Respekt und werden unvergessen bleiben. In dieser schweren Zeit sind unsere Gedanken bei seiner Familie und seinen Angehörigen."

Unfallhergang noch unklar

Der Unfall ereignete sich gegen 8:20 Uhr bei einem unbeschrankten Bahnübergang nahe der Haltestelle Pabing in Salzburg. Das Fahrzeug kollidierte mit einer Garnitur der Lokalbahn und wurde schwer beschädigt. Die rund 25 Fahrgäste sowie der Triebfahrzeugführer blieben unverletzt.

Rettungskräfte waren rasch vor Ort, konnten jedoch nichts mehr ausrichten. Trotz Erste-Hilfe-Maßnahmen und Einsatz eines Defibrillators kam für Manninger jede Hilfe zu spät.

Ermittlungen laufen

Die genaue Ursache des Unfalls ist derzeit Gegenstand von Untersuchungen. Ein Sachverständiger wurde beauftragt, den Ablauf zu rekonstruieren. Dabei sollen unter anderem Fahrzeugdaten sowie Signale am Bahnübergang ausgewertet werden. Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich Manninger allein im Auto.