Die deutsche Tennisspielerin Tatjana Maria hat ihre Auftakthürde in Wimbledon souverän genommen und die zweite Runde erreicht.
Nur zwei Tage nach ihrem verlorenen Endspiel bei der Generalprobe in Eastbourne setzte sich die Rasenexpertin 6:4, 6:4 gegen die Kasachin Yulia Putintseva durch. In der nächsten Runde trifft die Halbfinalistin von 2022 auf die an Nummer 16 gesetzte Iva Jovic aus den USA.
"Ich bin einfach rausgegangen und habe mein Tennis gespielt, mir gar keinen Druck gemacht", sagte Maria, die sich voll im Flow befindet: "Dieser Untergrund passt am besten zu meinem Spiel. Ich hoffe, dass ich so lange wie möglich bleiben kann."
Match-Center: Putintseva vs. Maria
Berüchtigter Slice macht auch Putintseva Probleme
An der Südküste Englands hatte Maria vor dem Start des Klassikers einen starken Lauf hingelegt, erst im Finale unterlag sie der US-Amerikanerin Madison Keys. In der Weltrangliste kletterte die zweifache Mutter aus Bad Saulgau damit zurück in die Top-100, auf ihrem geliebten Belag will sie nach dem starken Start nun weiter Boden gut machen.

Im Vorjahr hatte Maria kurz vor Wimbledon überraschend den Turniersieg im Londoner Queen's Club gefeiert, war dann aber bereits in Runde eins gescheitert.
Vor den Augen mehrerer Fans in Deutschland-Trikots startete Maria furios auf dem Court 14, lag nach mehreren Breaks schnell 3:0 in Führung.
Doch Putintseva, die bei elf Starts nur einmal die zweite Runde in Wimbledon überstand (Achtelfinale 2024), kämpfte sich zurück. Maria behielt aber die Nerven, machte weniger Fehler als ihre – und stellte mit ihren zahlreichen Slice-Schlägen die Kasachin immer wieder vor Probleme.
Neben Maria startet bei den Frauen auch Tamara Korpatsch am Montag in das Turnier. Die 31-Jährige geht als Außenseiterin in ihr Duell mit der Weltranglistensiebten Coco Gauff aus den USA. Am Dienstag bestreiten mit der Vorjahres-Viertelfinalistin Laura Siegemund, Eva Lys und Ella Seidel die drei weiteren deutschen Tennisspielerinnen im Hauptfeld ihre Erstrundenmatches.
