NHL: Spektakuläres Comeback – Vegas schockt Colorado und steht kurz vor dem Finale

Vegas' Thomas Hertl jubelt über sein Tor in Spiel 3 gegen Colorado Avalanche.
Vegas' Thomas Hertl jubelt über sein Tor in Spiel 3 gegen Colorado Avalanche.Ethan Miller/Getty Images via AFP

Dem NHL-Franchise Vegas Golden Knights ist ein historisches Comeback in den Playoffs gelungen: Im dritten Spiel des Finales der Western Conference bezwang das Team aus Las Vegas die Colorado Avalanche in der heimischen T-Mobile Arena nach einem Drei-Tore-Rückstand noch sensationell mit 5:3. Durch diesen packenden Heimsieg bauten die Golden Knights ihre Führung in der Best-of-7-Serie auf ein komfortables 3:0 aus und stehen damit ganz dicht vor dem dritten Einzug in das Stanley Cup Finale der Vereinsgeschichte.

Für Colorado, den Gewinner der Presidents' Trophy als bestes Team der regulären Saison, ist die Situation hingegen historisch düster: Noch nie zuvor lag die Franchise in einer Playoff-Serie mit 0:3 im Hintertreffen.

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Dabei erwischten die Avalanche einen Traumstart in die Partie und überrollten die Hausherren im ersten Drittel komplett. Bereits nach 3:21 Minuten brachte Gabriel Landeskog sein Team nach einem Abpraller mit 1:0 in Führung. Nur knapp vier Minuten später erhöhte Nazem Kadri auf 2:0, ehe Jack Drury in der 14. Minute bei eigener Unterzahl per Breakaway sogar das 3:0 für die Gäste markierte.

Stone startet Aufholjagd für Vegas

Zu diesem Zeitpunkt schienen die Golden Knights, bei denen zudem ein vermeintlicher Treffer von Pavel Dorofeyev nach Videobeweis wegen eines Handspiels aberkannt wurde, völlig von der Rolle. Colorado dominierte das erste Drittel auch bei den Torschüssen deutlich mit 17:7 und profitierte zudem von der Rückkehr ihres Star-Verteidigers Cale Makar, der nach einer Oberkörperverletzung erstmals in dieser Serie auf dem Eis stand.

Die Wende folgte prompt nach der ersten Pause, als Vegas eine fulminante Aufholjagd startete. Angeführt vom stark aufspielenden Kapitän Mark Stone, der nach einer fünfwöchigen Verletzungspause wegen einer Unterkörperverletzung aufs Eis zurückkehrte, verkürzten die Gastgeber bereits 19 Sekunden nach Wiederbeginn im Powerplay auf 1:3.

Nur wenige Minuten später, in der 5. Minute des zweiten Abschnitts, überwand William Karlsson Colorados Goalie Scott Wedgewood zum 2:2-Anschluss. Das Momentum war nun endgültig auf der Seite der Golden Knights, und so war es Keegan Kolesar, der in der 13. Minute des Mitteldrittels nach einem Pfostenschuss geistesgegenwärtig zum viel umjubelten 3:3-Ausgleich abstaubte.

Im Schlussabschnitt machten die Golden Knights den kaum für möglich gehaltenen Sieg perfekt, während Colorado auch noch von Verletzungssorgen geplagt wurde. Superstar Nathan MacKinnon war bereits Ende des zweiten Drittels nach einem geblockten Schuss angeschlagen in die Kabine gegangen; er kehrte zwar zurück, agierte fortan jedoch sichtlich eingeschränkt.

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In der 9. Minute des dritten Drittels schlug die Stunde von Tomas Hertl, der den Puck durch die Schienbeinschoner von Wedgewood zum 4:3-Führungstreffer für Vegas einschob. Den Schlusspunkt setzte Brett Howden eine Minute vor dem Ende mit einem Schuss ins leere Tor zum 5:3-Endstand.

Nachdem Vegas-Torhüter Carter Hart nach dem schweren ersten Drittel die Partie mit 32 Paraden sicher nach Hause brachte, haben die Golden Knights bereits am kommenden Dienstag in Spiel 4 die Chance, die Serie per "Sweep" vorzeitig zu entscheiden.