Slovak Darts Open: Nijman krönt sich zum ersten Sieger von Bratislava

Wessel Nijman feiert seinen neuen Titel.
Wessel Nijman feiert seinen neuen Titel.PDC Europe/Paul Targyik

Wessel Nijman hat die Erstaustragung der Slovak Darts Open gewonnen. Im hochklassigen Finale von Bratislava setzte sich der Niederländer mit 8:3 gegen Ex-Weltmeister Rob Cross durch.

Für Nijman, der vor diesem Jahr noch keinen nennenswerten Erfolg abseits des Floors verbuchen konnte, ist es bereits der zweite European-Tour-Titel 2026. Mitte März gewann er bereits die European Darts Trophy in Göttingen. Es ist das bisher beste Jahr in der Karriere des Niederländers, der schon sechs Events der Players Championship gewonnen hat.

Zum Match-Center: Rob Cross vs. Wessel Nijman

Trotz eines 104er-Checkouts von Nijman im ersten Leg der Partie, erwischte Cross den besseren Start in die Partie. Der Engländer sicherte sich das Break zum 2:1 – verlor im Anschluss gegen einen besser werdenden Gegner aber die Kontrolle. Nijman holte sich die nächsten vier Legs und checkte mit 116 ein nächstes Ton-plus-Finish.

Beide Spieler zeigten Leistungen, die einem Finale würdig waren. Nijman spielte 103,80 im Average und traf die Hälfte seiner Doppel, während Cross mit 102,57 und 60 % auf die Doppel mindestens auf Augenhöhe war. Doch dem Engländer fehlte etwas, was in den Statistiken nicht auftaucht: das Timing. So schaffte es "Voltage" nicht, sich gute Break-Möglichkeiten zu erspielen, und musste schließlich zusehen, wie Nijman mit einem Break zum 7:3 die endgültige Entscheidung brachte.

Sykes wird zum deutschen Albtraum

In Bratislava waren nur zwei deutsche Spieler am Start. Niko Springer musste als Pro-Tour-Qualifikant in der 1. Runde ran. Dort traf er auf den Engländer Tom Sykes, der erst seit diesem Jahr eine Tourkarte innehat. Beim ersten European-Tour-Auftritt des 33-Jährigen gab es für den "Meenzer Bub" wenig zu holen. Sykes spielte 103,64 im Average, traf 60 % seiner Doppel und fegte mit 6:2 über Springer hinweg.

Ein ähnliches Schicksal erlebte dann auch Martin Schindler. Die deutsche Nummer 1 durfte als Aufrücker erst in der 2. Runde starten, verlor dort aber ebenfalls gegen Sykes. Beim 6:5 des Engländers zeigten beide nicht ihr bestes Spiel und besonders "The Wall" enttäuschte mit 90,73 im Average etwas.