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ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 4. Runde

ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 4. Runde
ADMIRAL Bundesliga: Die Tops und Flops der 4. RundeČTK / imago sportfotodienst / Daniel Scharinger

Nur drei von sechs Partien wurden ausgetragen, trotzdem gab es einiges zu besprechen – von einem Aufsteiger, der Sturm Graz das Fürchten lehrte, bis zu einem Torjubel, der unangenehme Erinnerungen weckte.

Die vierte Runde der ADMIRAL Bundesliga 2026/27 gibt es diesmal nur in der abgespeckten Version: Weil LASK, Sturm Graz, Salzburg, Austria Wien und Rapid mitten in ihren Europacup-Wochen steckten, wurden gleich drei Partien auf den 1. und 2. September verschoben. Ausgetragen wurden vorerst nur die Spiele in Graz, Ried und Altach – entsprechend fällt dieser Beitrag diesmal kürzer aus als gewohnt.

 

TOP – Austria Lustenau bot Sturm Graz Paroli

Austria Lustenau bot bei Vizemeister Sturm Graz eine überzeugende Vorstellung und ließ die Grazer lange Zeit alt aussehen. Dominik Weixelbraun köpfte die Vorarlberger nach einer Ecken-Variante über Danilo Soares früh in Führung (10.), Sturm tat sich trotz optischer Überlegenheit – Szymon Wlodarczyk vergab dabei die beste Chance – schwer, gegen die kompakt stehenden Lustenauer klare Torchancen zu erspielen. Erst ein Handspiel von Fabian Gmeiner, das der VAR erkannte, brachte die Grazer zurück ins Spiel: Seedy Jatta verwandelte den fälligen Elfmeter zum 1:1 (65.).

 

 

Dramatisch wurde es in der Schlussphase, als Lustenaus Goalie Domenik Schierl nach einem Kopfstoß gegen Luca Weinhandl noch Rot sah (90.+8) – die Vorarlberger retteten den Punkt trotzdem über die Zeit. Für den Aufsteiger war es der erste Auswärtspunkt der Saison und der erste Punktgewinn in Graz seit 1997.

 

FLOP – Sissokos Jubel überschattete Rieds ersten Saisonsieg

Beim GAK hatte sich einiges verändert: Nach dem 0:8-Debakel bei Rapid war Ferdinand Feldhofer als Trainer entlassen worden, Interimscoach Joachim Standfest gab in Ried sein Debüt. Sportlich lief es besser als befürchtet – ein Tor wurde aberkannt, der Ball klatschte an die Stange – drei Punkte gab es trotzdem nicht. Pape Sissoko verwandelte kurz vor der Pause einen Elfmeter nach einem Foul von Donovan Pines an Ante Bajic zum 1:0 (45.+1), mit einem frechen Hoppla-Schuss, der GAK-Goalie Cican Stankovic keine Chance ließ.

Für Aufregung sorgte aber Sissokos Jubel: Der 20-Jährige feierte direkt vor dem GAK-Fansektor, GAK-Mittelfeldspieler Peter Michorl stellte ihn zur Rede, es kam zum Wortgefecht. Schiedsrichter Daniel Pfister zeigte beiden Gelb. Sogar Sissokos eigener Teamkollege Ante Bajic fand kritische Worte: „Das hätte nicht sein müssen. Er weiß das selbst, er hat sich in der Pause auch bei uns entschuldigt."

 

 

Pikant: Erst vor rund einem Jahr hatte GAK-Stürmer Harakate im Entscheidungsspiel gegen Blau-Weiß Linz nach seinem Siegtor mit einer Herz-Geste vor den Gästefans für Wirbel gesorgt und dafür scharfe Kritik von seinem damaligen Trainer kassiert: „Das taugt mir gar nicht", hatte Feldhofer im Sommer 2025 gesagt. Diesmal war es der GAK, der auf der anderen Seite stand.

„Es war ein Kampfsieg, drei Punkte helfen immer. Der Gegner hat es uns nicht leicht gemacht, wir haben viele 50:50-Situationen angenommen", resümierte Rieds Trainer Mario Despotovic.

 

TOP – Hartberg brach nach drei sieglosen Spielen den Bann

Nach drei Runden ohne Punkte war für Hartberg in Altach endlich Land in Sicht. Angelo Gattermayer traf nach einem langen Ball von Konstantin Schopp zur Führung (16.) – sein erstes Tor nach 286 torlosen Minuten in dieser Saison. Altach kam durch einen Kopfball von Diawara nach Latten-Aktion von Greil zurück (53.), ehe Benjamin Markus in der Nachspielzeit nach Vorlage von Marco Hoffmann am langen Eck zum 1:2-Siegtreffer traf (90.+3).

 

 

„Nach drei Spielen ohne Punkte, das ist schon eine Last. Dass wir dann in Altach gewinnen, das macht es in der Bewertung angenehmer", sagte Hartbergs Trainer Markus Schopp. Altachs Ognjen Zaric war bedient: „Wenn man nicht gewinnen kann, muss man zumindest einen Punkt mitnehmen. Beide Gegentore waren selbstverschuldet, die Situationen wären vermeidbar gewesen."