Wimbledon 2026: Das sind die größten Kracher in der 1. Runde

Sinner ist der Titelverteidiger bei den Herren
Sinner ist der Titelverteidiger bei den HerrenStephen Lock / i-Images / Eyevine / Profimedia

Vom 29. Juni bis zum 12. Juli findet der dritte Grand Slam des Jahres statt. Die Siegerin bzw. Sieger in Wimbledon erhält 2026 ein Preisgeld von 4,17 Millionen Euro. Flashscore verschafft dir den passenden Überblick: Das sind die spannendsten Auftaktbegegnungen an der Church Road.

Jannik Sinner vs. Miomir Kecmanovic

Nach seinem körperlichen Zusammenbruch in Roland Garros hat sich der Weltranglistenerste Jannik Sinner weitestgehend erholt. Die Vorbereitung auf Wimbledon ist minimalistisch verlaufen: Lediglich ein Exhibitioner in Hurlingham gegen Cameron Norrie (6:3, 6:3) stand auf dem Programm.

Als Titelverteidiger ist er natürlich auch 2026 der große Gejagte. Miomir Kecmanovic traf bislang viermal auf den Südtiroler, dabei musste er sich immer geschlagen geben.  

Angesichts der aktuellen Hitzewelle muss Sinner gut auf seine Fitness achten
Angesichts der aktuellen Hitzewelle muss Sinner gut auf seine Fitness achtenREUTERS/Andrew Couldridge

Alexander Blockx vs. Alexander Zverev

Nachdem Alexander Zverev bei den French Open endlich den Bann gebrochen und sich seinen ersten Grand-Slam-Titel gesichert hat, möchte er auch in Wimbledon für Furore sorgen. Gras war für ihn aber bislang aber ein eher schlechtes Pflaster.

Weil Carlos Alcaraz fehlt, befindet sich Zverev in der Setzliste auf dem zweiten Platz. Sein Auftaktgegner ist der Belgier Alexander Blockx, immerhin Nr. 37 im ATP-Ranking. In den bisherigen zwei direkten Duellen hat sich Sascha jeweils ohne Satzverlust durchgesetzt.

Zverev und Blockx bei ihrem letzten Aufeinandertreffen in Rom
Zverev und Blockx bei ihrem letzten Aufeinandertreffen in RomZverev und Blockx bei ihrem letzten Aufeinandertreffen in Rom

Yibing Wu vs. Novak Djokovic

Es wirkt keinesfalls unrealistisch, dass sich Novak Djokovic in Wimbledon seinen 25. Grand-Slam-Titel sichert und somit seinen eigenen Rekord ausbaut. Mit einem Titelgewinn würde der serbische Altstar außerdem Wimbledon-Rekordsieger Roger Federer (acht Titel) einholen.

Yibing Wu ist gegen den 39-Jährigen der krasse Außenseiter. In Wimbledon kam der Chinese noch nie über die 1. Runde hinaus. Für die Nummer 99 der Welt ist es das erste Duell mit Nole.   

Djokovic lässt nicht locker
Djokovic lässt nicht lockerREUTERS/Stephane Mahe

Taylor Fritz vs. Jack Draper

Taylor Fritz verfügt über einen herausragenden Aufschlag und gilt als einer der besten Rasenspieler weltweit. Den US-Amerikaner erwartet in Wimbledon nach seinem Halbfinaleinzug im Vorjahr eine spannende Auftakthürde.

Jack Draper nähert sich nach mehreren hartnäckigen Verletzungen allmählich wieder seiner Topform. Beim Vorbereitungsturnier in Eastbourne schaffte es der 24-jährige Brite immerhin bis ins Halbfinale. Er gilt als absoluter Publikumsliebling, darf also auf die Unterstützung von den Rängen zählen. Im direkten Vergleich liegt Draper 3:2 in Führung.

Draper war am Knie und am linken Schlagarm verletzt, hat sich aber erholt
Draper war am Knie und am linken Schlagarm verletzt, hat sich aber erholtREUTERS/Isabel Infantes

Marin Cilic vs. Daniil Medvedev

Altstar Marin Cilic ist zwar auf Hartplatz spezialisiert, doch der 37-jährige Kroate hat auch schon auf Rasen sein Können bewiesen, wie sein Wimbledon-Finaleinzug 2017 beweist.

Daniil Medvedev ist im All England Club hingegen im Vorjahr bereits in der 1. Runde gescheitert, dem aktuellen Weltranglistenneunten erwartet eine äußerst schwierige Auftakthürde. Im H2H liegt der Russe aber 4:1 in Führung.

Zuletzt scheiterte Medvedev in Halle an Daniel Altmaier
Zuletzt scheiterte Medvedev in Halle an Daniel AltmaierREUTERS/Fabian Bimmer

Stan Wawrinka vs. Matteo Berrettini

Die Abschiedstour von Stan Wawrinka geht weiter. Auch in Wimbledon darf der 41-jährige Schweizer dank einer Wildcard im Hauptbewerb an den Start gehen - was angesichts seiner drei Grand-Slam-Titel auch absolut verständlich ist.

Der Italiener Matteo Berrettini kehrt zurück an die Stätte seines bislang größten Erfolges. 2021 erreichte er beim Rasenklassiker das Finale. Das bislang einzige Match gegen Wawrinka bei einem Exhibitoner in Saudi-Arabien 2022 hat er aber verloren. Ein direktes Duell auf der ATP-Tour gab es noch nicht.

Auf Rasen sollte Berrettini nie unterschätzt werden
Auf Rasen sollte Berrettini nie unterschätzt werdenREUTERS/Stephanie Lecocq

Taylor Townsend vs. Iga Swiatek

Iga Swiatek gilt als absolute Sandplatz-Spezialistin, stürmte aber im Vorjahr in Wimbledon zum Turniersieg. Aktuell hat die ehemalige Weltranglistenerste mit einer Formkrise zu kämpfen, in diesem Jahr hat sie noch keine einzige Trophäe gewonnen.

Dennoch zählt die 25-jährige Polin natürlich zum Favoritenkreis. Ihre erste Kontrahentin ist Taylor Townsend. Für die 30 Jahre alte US-Amerikanerin ist es das erste Aufeinandertreffen mit Swiatek.

Das Finale im Vorjahr gegen Anisimova hat Swiatek mit 6:0, 6:0 gewonnen
Das Finale im Vorjahr gegen Anisimova hat Swiatek mit 6:0, 6:0 gewonnenZUMAPRESS.com / MEGA / The Mega Agency / Profimedia

Aryna Sabalenka vs. Teodora Kostovic

Sehr klare Verhältnisse dürften im Duell zwischen der Weltranglistenerste Aryna Sabalenka und der serbischen Qualifikantin Teodora Kostovic herrschen.

Der Außenseiterin könnte es aber zugute kommen, dass sich Sabalenka auf Rasen nicht besonders wohl fühlt. Einen Titel hat sie auf Grün noch nie gewonnen, in Wimbledon scheiterte die Belarussin bislang spätestens im Halbfinale.

Sabalenka will endlich auch in Wimbledon den Titel holen
Sabalenka will endlich auch in Wimbledon den Titel holenREUTERS/Andrew Couldridge

Tamara Korpatsch vs. Coco Gauff

Wimbledon war für Coco Gauff bislang kein gutes Pflaster. Zuverlässig scheiterte sie hier spätestens im Achtelfinale. Ihr einziges Vorbereitungsmatch hat die 22-Jährige enttäuschenderweise verloren. In Berlin scheiterte sie an Paula Badosa (6:1, 2:6, 2:6).

Dementsprechend darf sich auch die Hamburgerin Tamara Korpatsch echte Chancen auf eine Sensation ausrechnen. Zwar ist Rasen nicht der liebste Untergrund der 31-Jährigen, doch beim jüngsten Grand Slam in Roland Garros machte sie gute Figur und erreichte immerhin die 3. Runde. Dennoch bleibt Gauff natürlich die klare Favoritin.

Gauff ist keine Rasen-Spezialistin
Gauff ist keine Rasen-SpezialistinREUTERS/Fabrizio Bensch

Serena Williams vs. Maya Joint

Dem ganz großen Kracher ist Serena Williams bei ihrem Einzel-Comeback vorerst entgangen. Die 44-Jährige erwartet dennoch eine schwierige Aufgabe. Maya Joint gilt auf der WTA-Tour als aufstrebendes Talent.

Die 20-jährige Australierin wird wohl auch der 23-fachen Grand-Slam-Siegerin das Leben äußerst schwer machen. Williams kann aber auf die Unterstützung des Publikums zählen, sieben Titelgewinne in hinterlassen in Wimbledon eben ihre Spuren.

Williams war bislang nur im Doppel aktiv, hier an der Seite von Muchova
Williams war bislang nur im Doppel aktiv, hier an der Seite von MuchovaREUTERS/Fabrizio Bensch

Die deutschen Erstrundenmatches in Wimbledon in der Übersicht:

Alexander Zverev vs. Alexander Blockx (Belgien)

Daniel Altmaier vs. Alex Molcan (Slowakei)

Jan-Lennard Struff vs. Sebastián Báez (Argentinien)

Yannick Hanfmann vs. Giovanni Mpetshi Perricard (Frankreich)

Tatjana Maria vs. Yulia Putintseva (Kasachstan)

Eva Lys vs. Diana Shnaider (Russland)

Laura Siegemund vs. Elise Mertens (Belgien)

Ella Seidel vs. Linda Noskova (Tschechien)

Tamara Korpatsch vs. Coco Gauff (USA)

Die österreichischen Erstrundenmatches in Wimbledon in der Übersicht:

Sebastian Ofner vs. Hamad Medjedovic (Serbien)

Anastasia Potapova vs. Jessica Bouzas Maneiro (Spanien)

Lilli Tagger vs. Lanlana Tararudee (Thailand)

Sinja Kraus vs. Oksana Selekhmeteva (Spanien)