Eiskalter Sinner folgt Zverev ins Finale - Djokovic "enttäuscht"

Aktualisiert
Alexander Zverev trifft im Finale auf Sinner.
Alexander Zverev trifft im Finale auf Sinner.REUTERS/Toby Melville

Alexander Zverev trifft im Finale von Wimbledon auf Titelverteidiger Jannik Sinner. Der italienische Weltranglistenerste setzte sich in der Neuauflage des letztjährigen Halbfinals nach einer dominanten Vorstellung 6:4, 6:4, 6:4 gegen den serbischen Grand-Slam-Rekordsieger Novak Djokovic durch und scheint pünktlich zur heißen Phase im All England Club wieder seine Bestform zu erreichen.

Eine ordentliche Pleite sei das gewesen, sagte Djokovic mit einem müden Lächeln. "Natürlich bin ich enttäuscht. Natürlich wollte ich Wimbledon gewinnen. Das ist der Grund, warum ich mich immer noch so sehr ins Zeug lege. Aber ich habe einfach gegen einen besseren Spieler verloren. Das muss ich akzeptieren. Das ist natürlich hart." Sauer auf sich selbst sei er nicht: "Ich glaube nicht, dass ich allzu viel falsch gemacht habe. Ich war einfach ein oder zwei Klassen schlechter als er."

Im Endspiel am Sonntag (nicht vor 17.00 Uhr MESZ/Prime Video) muss Zverev, der zuvor den britischen Außenseiter Arthur Fery souverän 7:6 (7:0), 6:2, 6:4 geschlagen hatte, nun im Kampf um den zweiten Grand-Slam-Titel nacheinander die Niederlagenserie gegen seinen Angstgegner beenden. Die letzten neun Duelle mit dem viermaligen Major-Champion Sinner verlor der Hamburger allesamt. Nach dem Finale der Australian Open 2025, in dem der Südtiroler in drei Sätzen gewonnen hatte, ist es das zweite Endspiel bei einem der vier großen Turniere zwischen Zverev und Sinner.

Match-Center: Jannik Sinner vs. Novak Djokovic

Eiskalter Sinner tütet den Sieg ein

Für Sinner ist es nach 2025 das zweite Finale beim Rasenklassiker, als zehnter Spieler seit der Einführung der Open Era 1968 könnte er seinen Titel in Wimbledon erfolgreich verteidigen. Im letzten Jahr hatte er sich im Endspiel gegen den Spanier Carlos Alcaraz durchgesetzt. Mit dem Sieg gegen Djokovic, dessen großer Traum vom historischen 25. Major-Titel wieder einmal platzte, feierte Sinner seinen 99. Erfolg bei einem der vier große Turniere und zog bei diesen in sein zehntes Finale ein.

Sinner, der nach seinem schockierenden Zweitrundenaus bei den French Open erst in Wimbledon wieder ein offizielles Match bestritten hatte, dominierte vor allem bei eigenem Aufschlag, ließ kein Break von Djokovic zu. Nach nur 2:20 Stunden verwandelte er seinen ersten Matchball zum Sieg.

Statistiken: Sinner vs. Djokovic.
Statistiken: Sinner vs. Djokovic.Flashscore