Der dreimalige Wimbledon-Champion begründete seine Einschätzung mit den Voraussetzungen, die Zverev in diesem Jahr mitbringe. "Ich war immer überzeugt: Mit diesem Aufschlag, mit dieser Physis muss der Kerl doch in Wimbledon gut spielen, das gibt es doch gar nicht", sagte Becker. Es gebe in diesem Jahr "keinen Grund", warum Zverev sich am Ende nicht durchsetzen sollte.
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Duell mit Fery als Hürde vor dem Finale
Im Halbfinale am Freitag um 14.30 Uhr MESZ, übertragen bei Prime Video, trifft Zverev auf das britische Wildcard-Wunder Arthur Fery. Der 23-Jährige will als erster Brite seit Andy Murray 2016 wieder für einen heimischen Wimbledon-Sieg sorgen und hat sich als Nummer 114 der Weltrangliste völlig überraschend bis in die Vorschlussrunde gespielt.
Für Becker ändert das nichts an der Favoritenrolle des Hamburgers. Mit Blick auf Aufschlag und Physis sieht er Zverev klar im Vorteil und rechnet fest mit dessen Einzug ins Endspiel.
Zweifel an Sinner – großes Lob für Djokovic
Bei Titelverteidiger Jannik Sinner, der in einem möglichen Endspiel auf Zverev warten könnte, sieht Becker vor dessen Halbfinale gegen den siebenmaligen Champion Novak Djokovic dagegen noch Luft nach oben. "Ich glaube, dass er sich schon steigern muss gegen Djokovic", sagte Becker.
Gleichzeitig fand der frühere Weltranglistenerste kaum genug Worte für den Routinier aus Serbien: "Ich suche nach neuen Überschriften, um diesen Mann aus Serbien zu beschrieben." Nach dem Viertelfinalsieg von Djokovic nach 5:15 Stunden gegen den Kanadier Félix Auger-Aliassime sei er "sprachlos" gewesen, so Becker weiter.
Zum Match-Center: Jannik Sinner vs. Novak Djokovic
Trotz seiner Begeisterung für Djokovic sieht Becker am Ende einen anderen Sieger. "Ich glaube, dass Djokovic ins Finale kommt", legte sich der Deutsche fest, der den Serben zwischen 2013 und 2016 selbst trainiert hatte: "Und ich glaube aber dann, dass Sascha Zverev gewinnen wird."
