Sabalenka und Osaka hatten am Montagabend in Paris das erste Frauen-Match am Abend seit 2023 bestritten. Nach der Einführung der Primetime-Begegnung vor fünf Jahren war es das erst fünfte Duell zwischen zwei Tennisspielerinnen zur besten Sendezeit. In den vergangenen beiden Jahren hatten die Organisatoren bei ihren Ansetzungen gänzlich auf Begegnungen zwischen Frauen in der Nightsession verzichtet.
"Ich fühle mich sehr geehrt, dass das Abendspiel mein Match gegen Naomi war", sagte Sabalenka, die nach dem Erfolg zu den Klängen von Michael Jacksons "Thriller" dessen legendären Moonwalk auf dem Sand gezeigt hatte: "Es hat wirklich Spaß gemacht zu spielen. Es waren viele Emotionen." Auch sie fühle sich "geehrt, dass die Turnierleitung uns für diesen Spieltermin ausgewählt hat", sagte Gegnerin Osaka, "und ich hoffe, dass sie das auch in Zukunft tun wird."
Match-Center: Aryna Sabalenka vs. Naomi Osaka
"Verrückte Atmosphäre"
Die geringe Anzahl von Frauen-Matches in der Nightsession von Paris sorgt immer wieder für Gesprächsstoff. Dabei geht es vor allem um die mögliche Länge der Begegnung. Während bei den Frauen nur zwei Gewinnsätze nötig sind, spielen die Männer im Best-of-five-Modus, brauchen drei gewonnene Durchgänge für den Sieg. "Die Veranstalter haben Schiss, dass ein Frauen-Match nach einer Stunde rum ist", hatte Eurosport-Experte Boris Becker im Rahmen des Turniers gesagt.
Nach ihrem Sieg in 87 Minuten Spielzeit hofft Sabalenka nun auf weitere Auftritte zur prominenten Uhrzeit. Sie sei "nicht sauer", dass die Frauen so lange auf ein weiteres Match in den Abendstunden warten mussten. "Natürlich" würde sie aber gerne öfter in der Nightsession antreten, "weil ich eine wirklich verrückte Atmosphäre erlebt habe."
