Gregor Mühlberger bleibt bei der 75. Tour of Austria der Mann im roten Trikot. Der Niederösterreicher verteidigte auf der dritten Etappe von Lienz nach St. Johann im Pongau seine Gesamtführung souverän und kam nach 188,7 Kilometern gemeinsam mit dem Hauptfeld ins Ziel.
Den Tagessieg sicherte sich der US-Amerikaner Neilson Powless, der sich im Bergaufsprint gegen den Spanier Igor Arrieta durchsetzte. Rang drei ging mit 28 Sekunden Rückstand an den Schweizer Jan Christen.
Bester Österreicher des Tages wurde Michael Gogl, der als Siebenter mit 1:03 Minuten Rückstand ins Ziel kam.
Gesamtführung bleibt unangetastet
Für Mühlberger stand nach seinen beiden Solosiegen an den ersten beiden Tagen vor allem die Kontrolle des Rennens im Mittelpunkt. Der 32-Jährige belegte mit dem Hauptfeld Rang 20 und verlor 1:47 Minuten auf den Etappensieger – auf seine Verfolger in der Gesamtwertung büßte er jedoch nichts ein.
Damit führt der Niederösterreicher weiterhin mit 1:31 Minuten Vorsprung auf den US-Amerikaner Kevin Vermaerke. Bauke Mollema liegt als Gesamtdritter 1:41 Minuten zurück.
„Beunruhigend war der Vorsprung der Ausreißergruppe nicht. Wir haben Unterstützung von anderen Teams gehabt, die im Gesamtklassement die Top Ten absichern wollten. Wir haben gut kontrolliert und den Rückstand in Grenzen gehalten“, erklärte Mühlberger gegenüber dem ORF.
Gogl hadert trotz starker Leistung
Michael Gogl gehörte lange zu den stärksten Fahrern im Kampf um den Etappensieg, musste auf der entscheidenden Abfahrt jedoch abreißen lassen.
„Mit der Leistung bin ich zufrieden, mit dem Ergebnis nicht. Auf der technischen Abfahrt haben es Igor Arrieta und Neilson Powless extrem runtergelassen, da habe ich mir schwer getan und ein bisserl zu viel gebremst. Man geht auch nicht das letzte Risiko, wenn man schon schwere Verletzungen gehabt hat.“
Heimspiel für Mühlberger wartet
Am Samstag führt die vierte Etappe über 170,5 Kilometer durch die Pyhrn-Priel-Region mit Start und Ziel in Steyr. Für Mühlberger wird das Rennen zu einer besonderen Angelegenheit.
„Ich freue mich, mit dem Trikot morgen an den Start zu gehen. Das ist für mich eine Heimetappe. Es kommen sicher viele Verwandte und Bekannte. Ich freue mich darauf, sie wiederzusehen – auch wenn sie mich am Porscheberg leiden sehen werden.“
Die Tour of Austria endet am Sonntag traditionell mit dem Finale in Wien.
