"Wir sind nach einer intensiven Analyse zu diesem Entschluss gelangt", sagte DEB-Sportvorstand Christian Künast über die Trennung:.
Harold Kreis habe sich "mit großer Hingabe" in den Dienst der Nationalmannschaft gestellt und "bedeutende Verdienste" um das deutsche Eishockey erworben. Allerdings sei man "der festen Überzeugung, dass es nun einen neuen Impuls braucht."
WM-Silber 2023 bleibt als Vermächtnis
Kreis hatte zuletzt in Zürich mit dem erneuten Vorrunden-Aus und Platz zehn in der Endabrechnung das dritte enttäuschende Turnier in Folge zu verantworten. Argumente für eine Weiterbeschäftigung lieferte der 67-Jährige nicht.
Das DEB-Team hatte schon vor einem Jahr in Dänemark das WM-Viertelfinale verpasst – auch die Olympischen Spielen in Italien waren nicht zufriedenstellend gelaufen. Bei seinem ersten Turnier 2023 hatte Kreis mit Deutschland noch WM-Silber gewonnen.
"Die vergangenen drei Jahre mit der Nationalmannschaft waren eine besondere Zeit, an die ich mit großer Dankbarkeit zurückdenke", sagte Kreis zum Abschied: "Ich wünsche dem Verband und der Mannschaft für die kommenden Aufgaben alles Gute."
Suche nach Nachfolger hat begonnen
Nun soll ein unbelasteter Bundestrainer das DEB-Team auf die WM in Deutschland im nächsten Jahr vorbereiten, ein Nachfolger steht aber noch nicht fest. Uwe Krupp – schon während der Heim-WM 2010 für den DEB hinter der Bande – wurde bereits gehandelt. Der ehemalige Stanley-Cup-Sieger könnte sicher das zuletzt geforderte "Aushängeschild" sein.
Auch der einstige NHL-Profi Korbinian Holzer gilt als Kandidat. Marco Sturm dagegen wäre zwar irgendwann gerne wieder Bundestrainer – ist bis auf Weiteres aber bei den Boston Bruins gebunden.
