Österreich hielt gegen Finnland vor allem im ersten Drittel lange sehr gut dagegen. Defensiv arbeitete das Team konzentriert und aggressiv, wie schon beim sensationellen Sieg gegen Lettland. Die ÖEHV-Auswahl versuchte, die spielstarken Finnen mit viel Einsatz und körperlicher Präsenz vom eigenen Tor fernzuhalten. Auch offensiv setzte man erste kleine Akzente, etwa durch einen frühen Distanzschuss von Thimo Nickl oder eine gute Konterchance von WM-Debütant Tim Harnisch.
Je länger das Drittel dauerte, desto größer wurde allerdings der finnische Druck. Vor allem die zahlreichen NHL-Stars im Team des vierfachen Weltmeisters kontrollierten zunehmend das Spiel. Goalie David Kickert hielt Österreich zunächst mit mehreren starken Paraden im Spiel, ehe Mikael Granlund kurz vor der ersten Pause im Powerplay das 1:0 erzielte.
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Im zweiten Drittel zeigten die Finnen dann endgültig ihre Klasse. Saku Mäenalanen erhöhte nach perfekter Vorarbeit auf 2:0, ehe Jesse Puljujarvi und Sakari Manninen mit einem schnellen Doppelschlag innerhalb von nur 47 Sekunden für die Vorentscheidung sorgten. Österreich kam offensiv kaum noch zur Entlastung und musste dem hohen Tempo der Finnen Tribut zollen.
Erfolgserlebnisse im Schlussdrittel
Trotz des klaren Rückstands gab sich die ÖEHV-Auswahl nicht auf. Im Schlussdrittel gelang Benjamin Nissner nach einem Fehler des finnischen Goalies der Treffer zum 1:4. Die Hoffnung auf ein weiteres WM-Wunder wie beim legendären Kanada-Comeback im Vorjahr lebte allerdings nur kurz. Patrik Puistola stellte rasch auf 5:1. Immerhin sorgte Leon Wallner mit einem späten Treffer noch für einen versöhnlichen Abschluss und den "Sieg" im letzten Drittel.
Trotz der Niederlage hat Österreich weiterhin alle Chancen auf das Viertelfinale in der eigenen Hand. Dafür braucht es gegen die USA allerdings eine echte Sensation – nämlich einen Sieg nach regulärer Spielzeit.
