HLA Meisterliga: Jags krönen Meistersaison mit Last-Second-Triumph

HLA Meisterliga: Jags krönen Meistersaison mit Last-Second-Triumph
HLA Meisterliga: Jags krönen Meistersaison mit Last-Second-TriumphEva Manhart

Die Jags Vöslau haben Handball-Geschichte geschrieben. Mit einem dramatischen 32:31-Sieg bei den Fivers entschieden die Niederösterreicher die Finalserie mit 2:0 für sich und sicherten sich erstmals den Meistertitel der HLA Meisterliga.

Vier Sekunden trennten die Jags Vöslau noch von der Verlängerung, ehe Eduardo Mendonca zur größten Figur der Vereinsgeschichte wurde. Der Rückraumspieler traf kurz vor der Schlusssirene zum 32:31 und bescherte den Niederösterreichern den ersten Meistertitel in der HLA Meisterliga.

In einer ausverkauften Hollgasse lieferten sich die Jags und die Fivers über 60 Minuten ein Finale auf höchstem Niveau. Am Ende waren es Kleinigkeiten, die den Unterschied machten – und einmal mehr ein Team, das in den entscheidenden Momenten die richtigen Antworten fand.

Zum Matchcenter: Fivers - Jags Vöslau

„Wir haben gewusst, dass es im Finale immer knapp ist. Ich glaube, am Ende entscheiden immer Kleinigkeiten und genau die waren dieses Mal auf unserer Seite“, sagte Jags-Kapitän Fabian Schartel nach dem historischen Triumph.

Kaiper hält die JAGS im Spiel

Von Beginn an war die Nervosität auf beiden Seiten spürbar. Die Jags starteten besser und gingen früh in Führung, während die Fivers einige Minuten benötigten, um ihren Rhythmus zu finden. Maßgeblichen Anteil daran hatte Torhüter Florian Kaiper, der mit mehreren starken Paraden immer wieder rettend eingriff.

 

Die Fivers lieferten eine Top-Leistung ab
Die Fivers lieferten eine Top-Leistung abAgentur Diener / Eva Manhart

 

Dennoch entwickelte sich rasch ein offener Schlagabtausch. Die Gäste legten vor, die Wiener glichen aus. Als Emanuel Tikvic die Fivers in der 17. Minute erstmals mit 8:7 in Führung brachte, schien das Momentum kurz auf Seiten der Gastgeber zu kippen. Doch Roger Giner Duran und Jan Kovacec drehten die Partie umgehend wieder.

Bis zur Pause blieb die Begegnung völlig ausgeglichen. Erst ein verwandelter Siebenmeter von Fabian Schartel sorgte für die knappe 15:14-Führung der Gäste zur Halbzeit.

Fivers kämpfen sich immer wieder zurück

Auch nach dem Seitenwechsel gelang es den Jags nicht, sich entscheidend abzusetzen. Mehrmals bauten die Niederösterreicher ihren Vorsprung aus, doch die FIVERS fanden stets eine Antwort.

Für einen der emotionalsten Momente des Abends sorgte Fivers-Goalie Sergej Novikov, der selbst den Treffer zum 19:19-Ausgleich erzielte und die Halle zum Beben brachte. Später kämpften sich die Wiener nach einem zwischenzeitlichen Vier-Tore-Rückstand erneut zurück ins Spiel.

Drei Minuten vor Schluss stand es wieder unentschieden, die Spannung war greifbar. Die Fivers wollten ein drittes Finalspiel erzwingen, die Jags den historischen Coup perfekt machen.

Entscheidung in letzter Sekunde

Die Schlussphase hatte alles, was ein Finale ausmacht. Zunächst rettete Kaiper mit einer spektakulären Parade die knappe Führung seiner Mannschaft. Wenig später verwandelte Mendonca einen Siebenmeter zum 31:30.

 

Die Jags sind erstmals Meister
Die Jags sind erstmals MeisterAgentur Diener / Eva Manhart

 

Doch die Fivers gaben sich nicht geschlagen. Zehn Sekunden vor dem Ende traf Matthias Rattensperger zum erneuten Ausgleich und ließ die Wiener Fans noch einmal hoffen.

Dann kam die letzte Aktion des Spiels. Die Jags spielten den Ball nach vorne, Mendonca übernahm Verantwortung und traf vier Sekunden vor Schluss zum Meistertitel.

Während die Spieler aus Vöslau auf das Feld stürmten und den größten Erfolg der Vereinsgeschichte feierten, zeigte sich Fivers-Coach Peter Eckl trotz der Enttäuschung als fairer Verlierer. „Vöslau ist verdienter Meister, hat sich in zwei ganz engen Spielen durchgesetzt. Aus meiner Sicht sind wir vor allem an Florian Kaiper gescheitert, der hat uns immer wieder in entscheidenden Momenten den Nerv gezogen.“

Für die Jags endete damit eine außergewöhnliche Saison mit dem perfekten Happy End. „Es ist eine Belohnung für die harte Arbeit, die der Verein, die Mannschaft, die Trainer und die Fans das ganze Jahr geleistet haben“, sagte Schartel. „Eine bessere Belohnung, ein besseres Ende kann es einfach nicht geben.“