Handball-Star Golla steckt in Zwickmühle: Titel oder Königsklasse?

Johannes Golla befindet sich in einer ungewöhnlichen Situation
Johannes Golla befindet sich in einer ungewöhnlichen SituationČTK / imago sportfotodienst / speedshot | Ralf Just

Nochmal einen Titel zum Abschied gewinnen oder im nächsten Jahr womöglich Champions League spielen? Nationalmannschaftskapitän Johannes Golla steckt vor den Final Four der European League mit der SG Flensburg-Handewitt in einer außergewöhnlichen Zwickmühle. Im Halbfinale am Samstag (15:30 Uhr/Dyn) trifft die SG auf die MT Melsungen – Gollas derzeitiger und Gollas zukünftiger Verein.

Auf die Frage, ob er vor seinem Abschied nach acht Jahren eine besondere Verantwortung vor der Titelchance am Wochenende in Hamburg spüre, antwortete der Routinier recht nüchtern. "Ich merke schon, dass für alle Mannschaften noch mehr dran hängt als in den vergangenen Jahren. Das Thema Champions-League-Qualifikation schwebt über allem", sagte er.

In der Tat beinhaltet das Duell eine zusätzliche Brisanz: Flensburg, Melsungen oder der THW Kiel könnten mit dem Turniersieg den dritten deutschen Startplatz in der Königsklasse kommende Saison einnehmen.

Dass Johannes Golla deswegen gern einen Gang runter schalten solle, habe ihm Melsungens Timo Kastening "natürlich gesagt – was daraus wird, sehen wir am Samstag", sagte der DHB-Spieler scherzhaft.

Match-Center: Melsungen vs. Flensburg

Golla fokussiert sich auf die Gegenwart

Für Golla ist das Drumherum zweitrangig. "Mein Ziel war es, mich mit einem Titel zu verabschieden", sagte er vor dem Final Four: "Das ist die letzte Chance."

Gegen seinen Jugendverein Melsungen zu spielen, zu dem er im Sommer zurückkehrt, sei zwar persönlich immer besonders, "aber während des Wochenendes und der 60 Minuten ist es kein Thema. Da versuchen alle, das Beste rauszuholen."