U19-Frauen: Historischer EM-Halbfinaleinzug für Österreich

Nach dem Sieg gegen die Schweizerinnen sind Österreichs U19-Frauen nicht mehr von einem Halbfinalplatz zu verdrängen.
Nach dem Sieg gegen die Schweizerinnen sind Österreichs U19-Frauen nicht mehr von einem Halbfinalplatz zu verdrängen.ČTK / imago sportfotodienst / Alfio Marino

Historischer Erfolg für Österreichs U19-Frauen: Die Mannschaft von Teamchef Markus Hackl gewann bei der EM in Bosnien und Herzegowina auch das zweite Gruppenspiel gegen die Schweiz mit 3:1 und steht erstmals in einem EM-Halbfinale.

Das U19 Frauen-Nationalteam hat bei der Europameisterschaft in Bosnien und Herzegowina Geschichte geschrieben. Die ÖFB-Auswahl gewann am Mittwoch in Sarajevo das zweite Gruppenspiel gegen die Schweiz mit 3:1 und sicherte sich damit vorzeitig den erstmaligen Einzug eines österreichischen Frauen-Nachwuchsteams in ein EM-Halbfinale.

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Teamchef Markus Hackl nahm im Vergleich zum 3:0-Auftaktsieg gegen Island nur eine Änderung in der Startelf vor. Teresa Frizberg rückte für die verletzte Anna Osl in die Mannschaft, die trotz ihrer schweren Knieverletzung beim Team in Bosnien und Herzegowina geblieben ist.

 

 

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase erspielte sich Österreich zunehmend Vorteile. Maja Keckeis prüfte die Schweizer Torhüterin erstmals aus der Distanz (10.), Denise Lueger köpfte wenig später nach einem Eckball knapp über das Tor.

Die größte Chance der ersten Halbzeit vergab Valentina Pötzl, die nach einem Solo an Torfrau Yara Zwyssig scheiterte (34.). Nur zwei Minuten später zwang Frizberg die Schweizer Schlussfrau mit einem sehenswerten Volley zu einer starken Parade. Kurz vor der Pause fiel schließlich die verdiente Führung: Katie Richter schloss einen schön vorgetragenen Angriff über die rechte Seite mit einem präzisen Abschluss zum 1:0 ab (41.).

 

Starke Leistung gegen die Schweiz

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Österreich das aktivere Team und belohnte sich in der 59. Minute mit dem zweiten Treffer. Kapitänin Valentina Illinger traf mit einem Weitschuss zum 2:0. Die Schweiz meldete sich jedoch zurück. Nach einem Eckball verkürzte die eingewechselte Rahel Hinder per Kopf auf 1:2 (70.) und sorgte noch einmal für Spannung.

In der Nachspielzeit machte die ebenfalls eingewechselte Greta Spinn schließlich alles klar. Sie erzielte den Treffer zum 3:1-Endstand und besiegelte damit den historischen Halbfinaleinzug. Entsprechend groß war die Freude nach dem Schlusspfiff.

 

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„Wir sind alle überglücklich, dass wir es jetzt geschafft haben. Es war unser großes Ziel, wir haben geglaubt, dass alles möglich ist. Wir waren defensiv heute sehr stabil. Jetzt wartet der Favorit Spanien auf uns und wir haben mehr oder weniger ein Bonusspiel. Wir haben heute auch gesagt, dass wir das für Anna schaffen wollen. Ich bin sehr stolz auf das gesamte Team“, sagte Teamchef Markus Hackl.

Die verletzte Anna Osl freute sich mit ihren Teamkolleginnen: „Die Mädels konnten mir mit dem Sieg auf jeden Fall ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich bin bei jedem Tor aufgesprungen, was gerade gar nicht so leicht ist. Wir waren heute in jedem Zweikampf bissiger als die Schweiz und das war am Ende ausschlaggebend. Wir wollen einfach Spaß am Kicken haben, dann ist vieles möglich.

Durch den zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel ist Österreich vor dem abschließenden Duell mit Titelverteidiger Spanien (Samstag, 4. Juli, 17:00 Uhr) nicht mehr von einem Halbfinalplatz zu verdrängen.