Mammutaufgabe Spanien: ÖFB-Teamchef Rangnick tüftelt auch an seinem Geburtstag

Rangnick (l.) muss ein passendes Konzept für das Spiel gegen Spanien entwerfen
Rangnick (l.) muss ein passendes Konzept für das Spiel gegen Spanien entwerfenREUTERS/Annegret Hilse

Ralf Rangnick und Österreich waren schon fast ausgschieden – doch in letzter Minute gelang das Weiterkommen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Im Sechzehntelfinale wartet am Donnerstag (21 Uhr/MESZ) eine gigantische Herausforderung. Die direkte Bilanz gegen Spanien macht dem ÖFB-Team keine großen Hoffnungen.

Die Geburtstagsüberraschung seiner Mannschaft genoss Ralf Rangnick sichtlich. Mit breitem Grinsen nahm Österreichs Teamchef an seinem 68. Ehrentag die Torte von Kapitän David Alaba entgegen und pustete die Kerze aus.

Viel Zeit zum Feiern blieb Rangnick aber nicht: Für eine Chance im K.o.-Spiel gegen Spanien machte sich der "Professor" sofort wieder an die Arbeit.

Tüftler Rangnick weiß: Gelingt ihm vor der extrem knifflige Aufgabe am Donnerstag (21 Uhr MESZ/Servus TV, Flashscore-Audioreportage, ARD & MagentaTV) in Los Angeles kein taktisches Meisterstück, ist der Europameister für die ÖFB-Auswahl wohl unbezwingbar.

Match-Center: Spanien vs. Österreich

Direkte Bilanz bereitet große Sorgen

Das zeigt auch ein Blick auf die direkte Bilanz. Erst einmal hat Österreich ein Pflichtspiel gegen Spanien gewonnen – nämlich vor 48 Jahren. Dem Auftaktsieg bei der WM 1978 in Argentinien folgten aber zahlreiche herbe Enttäuschungen.

Besonders schlecht in Erinnerungen geblieben ist den rot-weiß-roten Fans das historische Debakel in der EM-Qualifikation 1999. Die 0:9-Klatsche in Valencia war die zweithöchste Niederlage in der österreichischen Länderspielgeschichte. 

Das letzte Aufeinandertreffen fand im Jahr 2009 statt. Ein Freundschaftsspiel im Wiener Ernst-Happel-Stadion wurde mit 1:5 verloren. Die Spanier waren damals frischgebackener Europameister – so wie auch 2026.

Spanien war für Österreich kaum zu biegen
Spanien war für Österreich kaum zu biegenFlashscore

Yamal ein "absoluter Topstar"

Vor allem Dribbelkünstler Lamine Yamal bereitet Rangnick vor dem Sechzehntelfinale Kopfzerbrechen. Der 18-Jährige vom FC Barcelona sei schon jetzt ein "absoluter Topstar", schwärmte Rangnick.

Der Flügelstürmer könne sich, wenn er gesund bleibe und die Bodenhaftung nicht verliere, "irgendwann auf einem ähnlichen Niveau befinden, auf dem sich Lionel Messi befindet."

Den argentinischen Weltmeister konnte Rangnick mit seinen Österreichern im Gruppenspiel (0:2) nicht stoppen – läuft es gegen dessen designierten Nachfolger und die Furia Roja nun besser?

Yamal im spanischen Teamtraining
Yamal im spanischen TeamtrainingREUTERS/Claudia Greco

"Das nächste Endspiel" für Österreich

Dafür muss alles passen. Rangnick weiß um die Schwere der Aufgabe. "Das ist das nächste Endspiel", betonte der Teamchef.

Es brauche eine Leistung im "obersten Level", um in diesem Spiel eine Chance zu haben. Doch nach dem aberwitzigen Gruppenfinale gegen Algerien (3:3) ist die Lust auf das Highlightspiel und den Einzug ins Achtelfinale groß.

Schließlich waren die Österreicher quasi schon ausgeschieden, als Algeriens Riyad Mahrez die ÖFB-Auswahl trotz eines gefühlten Nichtangriffspakts in der Schlussphase ins Mark traf (90.+3). Doch in einer dramatischen Wendung verhinderte Sasa Kalajdzic mit seinem Ausgleich in allerletzter Minute (90.+6) das Ausscheiden. 

"Dieses Spiel kann uns noch einmal richtig zusätzliche Energie geben", hofft Rangnick.

Österreichs Mannschaft nach dem umjubelten Ausgleich gegen Algerien
Österreichs Mannschaft nach dem umjubelten Ausgleich gegen AlgerienREUTERS/Pedro Nunes

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