Obwohl Tuchel weiterhin das Vertrauen des englischen Fußballverbandes genießt, wird der Deutsche nach der Niederlage gegen Argentinien vor allem von Fans und Experten scharf kritisiert. Viele machen ihn für das späte Ausscheiden verantwortlich.
Zum Match-Center: England vs. Frankreich
Ex-Nationalspieler Gary Lineker scherzte sogar, Tuchel sei möglicherweise "so etwas wie ein deutscher Spion". Joe Cole äußerte ebenfalls Zweifel an der Personalie: "Ich habe mich nie mit einem deutschen Trainer für England wohlgefühlt."

Tuchel will den eingeschlagenen Weg fortsetzen
Tuchel selbst denkt trotz der Kritik nicht an einen Rückzug. Sein Vertrag läuft bis nach der Heim-Europameisterschaft 2028, und der 52-Jährige blickt optimistisch nach vorne. "Es gibt noch so viel, was wir verbessern können", sagte Tuchel. "Ich bin mehr als glücklich, das zu verantworten. Ich liebe die Arbeit mit diesem Team an jedem Tag."
Sportlich besitzt das Spiel um Platz drei zwar nicht die Bedeutung eines Endspiels, für die Stimmung innerhalb der englischen Mannschaft und im Umfeld misst Tuchel der Partie dennoch große Bedeutung bei. Zugleich räumte er ein, dass "weder die Franzosen noch meine Spieler" diese Begegnung eigentlich hätten bestreiten wollen.
Auch Deschamps verabschiedet sich unter Druck
Für Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps endet mit der Partie eine Ära. Nach 14 Jahren wird er sein Amt mit einem Weltmeistertitel abgeben – für viele zu wenig. Als Nachfolger gilt Zinedine Zidane seit Monaten als designierter Kandidat.
Nach dem verlorenen Halbfinale gegen Spanien zeigte sich auch Deschamps selbstkritisch. "Wir sind nicht da, wo wir sein wollten und haben nicht das erreicht, was wir von uns erwartet hatten", sagte der 57-Jährige. "Die Enttäuschung ist so groß wie unsere Ambitionen, aber wir müssen es akzeptieren. Uns bleibt keine andere Wahl."
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