Um vor den eigenen Fans noch einmal Selbstvertrauen für das Turnier zu tanken, suchte Belgien von Beginn an den Weg nach vorne. Die Belohnung folgte knapp vor der 30. Minute: Manchester-City-Star Jeremy Doku tankte sich mit einem starken Dribbling in den Strafraum, ließ Adem Arous elegant aussteigen und legte mustergültig für Leandro Trossard auf, der zur verdienten Führung traf.
Zum Match-Center: Belgien vs. Tunesien
Nur wenige Augenblicke nach Trossards zwölftem Länderspieltor zwang Kevin De Bruyne den tunesischen Keeper Mouhib Chamakh zu einer Glanzparade. Kurz darauf schlug De Bruyne eine gefährliche Flanke, die eigentlich einen besseren Abschluss verdient gehabt hätte als den unplatzierten Kopfball von Brandon Mechele.

Mit einer knappen Führung ging das Heimteam in die Kabine, doch die Pause verzögerte den nächsten Treffer nur kurz. Bereits acht Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Charles De Ketelaere per Kopf. Der 25-Jährige setzte sich im Luftduell durch und verwertete eine gefühlvolle Flanke von Youri Tielemans unhaltbar für den regungslosen Chamakh – es war bereits De Ketelaeres viertes Tor in den letzten fünf Länderspielen.
Belgien stark in Überzahl
Mit dem beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung schaltete das Team von Rudi Garcia kurzzeitig einen Gang zurück, was Tunesien fast bestraft hätte: Elias Achouri scheiterte jedoch am Aluminium. Jede leise Hoffnung auf eine tunesische Aufholjagd war kurz darauf endgültig dahin, als Ismael Gharbi nach einem überharten Einsteigen die Gelb-Rote Karte sah.

Die Roten Teufel nutzten die Überzahl in der Schlussphase eiskalt aus. Erst traf De Bruyne mit einem präzisen Schuss von der Strafraumkante, ehe zwei Joker den Deckel draufmachten: Dodi Lukebakio staubte aus kurzer Distanz ab und Nicolas Raskin schob einen abgefälschten Ball flach ins untere Eck.
Mit diesem fulminanten Fünf-Tore-Sieg strotzt Belgien vor Selbstvertrauen für das erste WM-Duell gegen Ägypten am 15. Juni. Die Mannschaft von Sabri Lamouchi hofft derweil auf einen besseren Turnierstart gegen Schweden.
