Anfang April hatte sich der südamerikanische Verband CONMEBOL öffentlich für eine weitere Amtszeit des Schweizers positioniert. Der Vorstoß aus Südamerika erfolgte womöglich vor dem Hintergrund der Debatte um eine mögliche Aufstockung der WM 2030 auf 64 Teams. Stand jetzt würden zum Auftakt drei Spiele in Paraguay, Uruguay und Argentinien ausgetragen, durch eine Aufstockung gäbe es die Hoffnung auf weitere Partien in Südamerika bei dem ansonsten in Spanien, Portugal und Marokko ausgetragenen Turnier.
"Die FIFA befindet sich in ihrer besten Verfassung aller Zeiten", sagte AFC-Präsident Scheich Salman bin Ebrahim Al Khalifa. Die afrikanischen und asiatischen Verbände verfügen bei der FIFA-Präsidentschaftswahl über insgesamt 101 von 211 Stimmen. Dazu kommen zehn weitere Stimmen aus Südamerika. Die Wahl findet beim 77. Kongress im nächsten Jahr statt.
Infantino bis 2031 möglich
Infantino war 2016 auf Joseph Blatter an der FIFA-Spitze gefolgt, 2019 und 2023 wurde er jeweils ohne Gegenkandidaten im Amt bestätigt. Durch eine Statutenänderung, die das Council des Weltverbandes um DFB-Chef Bernd Neuendorf vor vier Jahren beschloss, könnte Infantino bis 2031 im Amt bleiben. Der 56-Jährige, unter dessen Führung die FIFA Rekordeinnahmen verzeichnet, hat seine Macht im Weltverband ausgebaut und gefestigt.
Zuletzt stand Infantino aufgrund seiner engen Beziehung zum US-Präsidenten Donald Trump in der Kritik. Diese brachte ihm eine Beschwerde der Organisation Fair Square aufgrund möglicher Verstöße gegen die politische Neutralität bei der hauseigenen Ethikkommission ein, der norwegische Verband drückte seine Unterstützung für die Beschwerde aus. Ansonsten ist aus den FIFA-Mitgliedsverbänden kaum Kritik an Infantino zu vernehmen.
