Die Schotten legten furios los und gingen bereits nach fünf Minuten in Führung: Tottenham-Neuzugang Andrew Robertson schlug eine maßgenaue Flanke auf Lawrence Shankland, der mühelos verwandelte. Eine schöne Randnotiz: Die beiden standen einst gemeinsam für Queen’s Park in der dritten schottischen Liga auf dem Platz.
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Für den Stürmer von Heart of Midlothian war es ein echter Balsam auf die Seele, nachdem er am letzten Spieltag der Klub-Saison den Meistertitel noch bitter an Celtic abgeben musste.
Kurz darauf glänzte Shankland fast als Vorbereiter, als er Ché Adams mit einem klugen Zuspiel bediente. Der Torino-Stürmer setzte den Ball aus spitzem Winkel jedoch knapp am Pfosten vorbei. Besser machte es wenig später Scott McTominay, der einen ähnlichen Pass verwertete: Sein abgefälschter Schuss fand den Weg an Bolivien-Keeper Guillermo Viscarra vorbei ins Netz – 2:0.
Kaum eine halbe Stunde war gespielt, da klingelte es erneut. Ben Gannon-Doak bediente Adams mit einer flachen Hereingabe, der nur noch zum 3:0 einschieben musste. Gannon-Doak und Robertson vergaben im Anschluss weitere Hochkaräter, ehe Adams noch vor dem Pausenpfiff den 4:0-Endstand markierte und die "Tartan Army" endgültig in Ekstase versetzte.
Ruhigere zweite Hälfte
Zur zweiten Halbzeit brachte Clarke frischen Wind: Der eingewechselte John McGinn sorgte nach einer gefährlichen Ecke fast für den fünften Treffer, doch McTominays Versuch wurde in allerletzter Sekunde geblockt. Auch der ebenfalls neueingewechselte Kieran Tierney setzte Akzente und bediente Shankland mit einer feinen Flanke – der Torjäger vergab die Riesenchance aus kurzer Distanz jedoch unglücklich.
Im weiteren Verlauf verlor die Partie etwas an Tempo. Das konnte der Clarke-Elf jedoch egal sein, denn die Weichen waren längst auf Sieg gestellt. Mit dieser Leistung im letzten Härtetest kann Schottland hochzufrieden sein – auch wenn Ross Stewart und George Hirst ihre späten Gelegenheiten ungenutzt ließen.

Für Schottland war es das erste Aufeinandertreffen mit einem CONMEBOL-Team seit der Niederlage gegen Peru im Jahr 2018. Das nächste Duell mit einem südamerikanischen Schwergewicht wartet bereits bei der WM auf sie: Brasilien. Für den Einzug in die Kicker-Runde dürften zuvor allerdings die Partien gegen Haiti und Marokko die entscheidendere Rolle spielen.
Bolivien hingegen muss das Turnier aus der Ferne verfolgen. Nach einer bitteren Niederlage gegen den Irak in den interkontinentalen Play-offs verlängert sich die WM-Abstinenz des Landes damit auf schmerzhafte 32 Jahre.
