Das U19 Frauen-Nationalteam hat das letzte Gruppenspiel bei der Europameisterschaft in Bosnien und Herzegowina knapp verloren. Die bereits für das Halbfinale qualifizierte Auswahl von Teamchef Markus Hackl unterlag Titelverteidiger Spanien in Zenica mit 1:2, zeigte dabei aber eine starke Leistung.
Hackl nahm im Vergleich zum Sieg gegen die Schweiz vier Änderungen in seiner Startelf vor. Neben Emira Makalic und Anika Hofschweiger begannen auch Ella Herbst und Emily Schäfer.
Spanien trifft doppelt, Makalic antwortet sofort
Die Spanierinnen übernahmen wie erwartet die Kontrolle über das Spiel, doch die erste gute Möglichkeit gehörte Österreich. Emily Schäfer zwang Spaniens Torhüterin Laia Lopez früh zu einer ersten Parade.
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Nach einem Foul von Emira Makalic im Strafraum brachte Alba Cerrato den Titelverteidiger per Elfmeter in Führung (19.). Kurz vor der Pause erhöhte Elene Gurtubay nach einem schnellen Gegenstoß auf 2:0 (43.).
Die Antwort der Österreicherinnen ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Makalic traf nach einem Eckball per Kopf zum 1:2-Anschluss und sorgte noch vor dem Seitenwechsel für neue Hoffnung.
Mutiger Auftritt bleibt unbelohnt
Auch nach der Pause präsentierte sich Österreich mutig und setzte Spanien mit frühem Pressing immer wieder unter Druck. Der Ausgleich wollte trotz einer engagierten Schlussphase allerdings nicht mehr gelingen.
„Wir haben gesehen, dass wir auch gegen ein richtiges Top-Team performen können und sie fordern können“, zog Teamchef Markus Hackl ein positives Fazit. Er verwies zudem auf mehrere gute Chancen seiner Mannschaft und einen aus seiner Sicht nicht gegebenen Elfmeter.
Auch Teresa Frizberg nahm viel Positives mit: Sie habe gesehen, dass Österreich erneut als geschlossene Mannschaft aufgetreten sei. Genau diesen Teamgeist wolle man nun auch ins Halbfinale mitnehmen.
Historisches Halbfinale gegen Deutschland
Die Niederlage hatte für Österreich keine Auswirkungen auf den Turnierverlauf. Als Gruppenzweiter trifft die ÖFB-Auswahl am Dienstag im ersten EM-Halbfinale eines österreichischen Frauen-Nachwuchsnationalteams auf Deutschland.
Sophie Hoke sprach trotz der Enttäuschung von einer wertvollen Standortbestimmung. Gegen einen Gegner wie Spanien habe man gesehen, woran noch gearbeitet werden müsse. Nun gelte der volle Fokus dem Halbfinale gegen Deutschland.
Auch Torschützin Emira Makalic blickte bereits nach vorne. Trotz der verpassten Punkteteilung könne die Mannschaft viel aus der Partie mitnehmen und sich nun gezielt auf das Duell mit Deutschland vorbereiten.
