Österreichs U19-Frauen greifen nach historischem Finaleinzug

Österreichs U19-Frauen greifen nach historischem Finaleinzug
Österreichs U19-Frauen greifen nach historischem FinaleinzugČTK / imago sportfotodienst / Alfio Marino

Historische Chance für Österreichs U19-Frauen: Im EM-Halbfinale gegen Deutschland kämpft die ÖFB-Auswahl am Dienstagabend um den erstmaligen Einzug in ein Frauen-Nachwuchs-EM-Finale.

Österreich vor historischem Halbfinale gegen Deutschland

Das U19-Frauen-Nationalteam steht vor dem größten Spiel seiner Geschichte. Nach einer starken Gruppenphase trifft die Auswahl von Teamchef Markus Hackl am Dienstagabend (20:00 Uhr, live auf ORF Sport+) im Grbavica Stadion von Sarajevo auf Deutschland. Mit einem Sieg würde Österreich erstmals ein EM-Finale im Frauen-Nachwuchs erreichen.

„Wir müssen an unserer grundsätzlichen Idee nicht viel ändern, sondern wollen genauso spielen wie in den anderen Spielen, Druck erzeugen und Deutschland zu Fehlern zwingen“, erklärte Hackl nach dem Abschlusstraining. Ein Finaleinzug wäre „eine historische und zugleich sehr coole Sache“.

Selbstvertrauen nach starker Gruppenphase

Kapitänin Valentina Illinger sieht ihre Mannschaft für die Aufgabe gerüstet.

„Wir haben bisher schon viele überrascht, waren aber selbst immer davon überzeugt, dass wir es können. Dass wir zumindest unter den vier besten Teams Europas sind, ist richtig cool. Ich bin davon überzeugt, dass es noch weiter gehen kann.“

Auch Alina Kerschbaumer blickt dem Flutlichtspiel mit großer Vorfreude entgegen. Die Mannschaft sei hoch motiviert und werde alles investieren, um den Finaleinzug zu schaffen.

Valentina Pötzl erwartet eine intensive Begegnung, ist aber überzeugt, dass Österreich den Favoriten vor Probleme stellen kann. Bereits gegen Spanien habe das Team bewiesen, dass es auch gegen europäische Topnationen mithalten könne.

 

 

Søndergaard traut U19 den nächsten Coup zu

Unterstützung erhält die Mannschaft vor Ort auch von Frauen-Teamchef Lars Søndergaard, der seit Montag in Sarajevo ist. Der Däne sieht viel Potenzial in der ÖFB-Auswahl und erwartet ein ausgeglichenes Halbfinale. Die Mannschaft habe sich das Selbstvertrauen mit starken Leistungen verdient und könne den nächsten Schritt machen, wenn sie ihre Qualitäten erneut auf den Platz bringe.

Grabovac fehlt verletzt

Verzichten muss Österreich weiterhin auf Sara Grabovac. Die Salzburgerin zog sich eine Knieverletzung zu und fällt langfristig aus. Hackl bezeichnete ihren Ausfall als schmerzhaft. Nach der bereits verletzungsbedingten Absenz von Anna Osl wolle die Mannschaft nun auch für Grabovac spielen und den Traum vom Finaleinzug verwirklichen.

Im zweiten Halbfinale stehen sich Titelverteidiger Spanien und Schweden gegenüber. Das Endspiel findet am Freitag im Grbavica Stadion in Sarajevo statt.